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Entscheidende Senatssitzung

Uni Siegen bekommt neue Grundordnung

Siegen. 17 Stimmen waren notwendig, 19 Senatorinnen und Senatoren sprachen sich gestern für die neue Grundordnung aus.

kk  Als "eine der wichtigsten Senatssitzungen in der Geschichte der Universität Siegen" bezeichnete Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart das gestrige Tagen des Gremiums. Auf der Tagesordnung stand die Verabschiedung einer neuen Grundordnung.

Diskussion um Verteilung der Professoren-Sitze

Um es kurz zu machen: Nach langer Diskussion stand die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit. 19 von 24 anwesenden Senatorinnen und Senatoren stimmten für die neue Grundordnung. Somit steht auch fest, dass die Universität Siegen mit Jahresbeginn 2011 vier Fakultäten anstelle der jetzt zwölf Fachbereiche haben wird. Übergangsordnung und Wahlordnung trafen ebenfalls auf Mehrheitsvoten. Für Diskussionsbedarf sorgte die Verteilung von 13 Senatorensitzen aus der Professorenschaft auf vier Fakultäten. Nach Erörterung verschiedener Varianten bleibt es nun bei vier Wahlkreisen. Zugeteilt wird auf der Basis der Anzahl der Wahlberechtigten. Das heißt: Fakultät I erhält vier Sitze, Fakultät II zwei Sitze, Fakultät III zwei Sitze und Fakultät IV fünf Sitze.

Angst um Bestand des Bauingenieurwesens

Für Wirbel sorgte im Vorfeld und zu Beginn der Senatssitzung eine Protestkundgebung des Fachschaftsrats des Fachbereichs Bauingenieurwesen. Mit Anspielung auf die Tradition der Wiesenbauschule hieß es auf Plakaten "157 Jahre Tradition hängen in der Luft". Grund für den Unmut ist die quasi in letzter Minute ausgesetzte Wiederbesetzung der Professur für Wasserwirtschaft.

1 Mill. Euro Drittmittel pro Jahr

Dabei handele es sich um eine Eckprofessur im Fachbereich, so Dekan Prof. Dr. Peter Schmidt auf Nachfrage der SZ. Wasserbau und Wasserwirtschaft würden jährlich rund 1 Mill. Euro Drittmittel einwerben. Schmidt: "Wir würden an stärkster Stelle vorübergehend geschwächt." Allerdings, so der Dekan, habe der Rektor ihm mittlerweile den Bestand des Bauingenieurwesens zugesichert, sofern Studiengangskonzept und Forschung in die neue Fakultät IV passten.

Erst einmal Vertretungsprofessur

Zum 1. Januar 2011, so Burckhart, könne erst einmal eine Vertretungsprofessur besetzt werden.Das Rektorat will den Strukturplan des Fachbereichs auch extern prüfen lassen und bis zum 10. Dezember entscheiden. Der Fachschaftsrat kritisierte hart das Eingreifen in eine nahezu abgeschlossene Berufung.Auch im Senat wurde Kritik laut, die Universität vermittle einen schlechten Eindruck auch nach außen, wenn in allerletzter Minute nochmals die Frage nach der Struktur gestellt werde.



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