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Schulentwicklung:

Streit vor Konsens - Müller stimmt mit Opposition

Olpe. Die Einrichtung einer Sekundarschule für Olpe und Drolshagen ist am gestrigen Montag einen Schritt weitergekommen - wenn auch nur haarscharf. Die Mehrheit der Mitglieder des Olper Haupt- und Finanzausschusses stimmte für den von der CDU im Fachausschuss abgewandelten Verwaltungsvorschlag, demzufolge die Stadt Olpe und die Stadt Drolshagen ihre jeweiligen Hauptschulen und die gemeinsame Realschule ab dem Schuljahr 2013/14 auslaufen lassen und zum selben Zeitpunkt eine gemeinsame Sekundarschule an den Standorten der Hauptschulen einrichten soll.

win - Die SPD wiederholte den gemeinsam mit den Grünen vorgelegten, viel weitergehenden Antrag aus dem Schulausschuss. Volker Reichel (SPD) begründete dies: Die beiden Fraktionen wollten keine Einzelentscheidung, sondern einen Gesamtblick auf das Schulsystem in Olpe. CDU-Fraktionschef Klaus Klapheck entgegnete, der Antrag enthalte vieles, das wohl richtig sein dürfte, aber die CDU sehe sich noch nicht in der Lage, über eine derart weitreichende Vorlage abzustimmen. Dies werde aber mit Sicherheit im ersten Quartal des neuen Jahres der Fall sein. Vergeblich warb Grünen-Chef Fritz Klocke für Zustimmung: "Außer er FDP sind wir doch alle im Groben einig, dass wir die Sekundarschule wollen. Schüler, Eltern und Lehrer brauchen aber schon jetzt Klarheit." Der von der CDU veränderten Vorlage werde er nicht zustimmen: "Die Rede war von Verhandlungen auf Augenhöhe. Da macht es keinen Sinn, dem Verhandlungsführer zu enge Schuhe anzuziehen." Auch Werner Pulte (UCW) fand, dei Grundschulfragen müssten mitgeklärt werden, aber es sei zum jetzigen Zeitpunkt zu früh für jede Entscheidung. Davor müssten erst alle Betroffenen einen Arbeitskreis gebildet und darin beraten haben.

SPD und UCW wollen Konsens

Die SPD bot durch Volker Reichel der CDU an, trotz derzeit unterschiedlicher Einstellungen einem Konsens im Frühjahr nicht entgegenzustehen. Auch Udo Baubkus (UCW) kündigte an, einen solchen Schritt mitgehen zu wollen.

Bei der Abstimmung ergab sich das zu erwartende Bild: Der Antrag von SPD und Grünen wurde mit deren zusammen drei Stimmen bei Enthaltung durch Bürgermeister Horst Müller vom gesamten Rest des Ausschusses abgelehnt. Den von der CDU abgeänderten Verwaltungsvorschlag brachten die Christdemokraten mit ihren neun Stimmen gegen zusammen acht Stimmen von UCW, SPD, Grünen und Bürgermeister Horst Müller (CDU) knapp durch. Die FDP hatte ihren Vertreter entschuldigt.

"Barer Unsinn"

Werner Pulte regte eine offizielle Stellungnahme des Bürgermeisters zu den in der Stadt kursierenden Gerüchten an, die Schließung der Realschule gehe mit möglichen Überplanungen des Gesamtareals Rathaus/Parkhaus/Schule einher, "wir sollten unbedingt betonen, dass wir hier nicht Stadtsanierung auf Kosten der Schüler betreiben", so Pulte. Müller entgegnete, derartigen Gerüchten zu widersprechen sei fast chancenlos, "auch wenn es barer Unsinn ist, Zusammenhänge zwischen dem Wirtschaftlichkeitsgutachten für das Rathaus und der Schulplanung herzustellen." Wie berichtet, will die Stadt ein Fachunternehmen beauftragen, den in bestimmten Bereichen sanierungsbedürftigen Bereich Rathaus/Parkhaus zu überprüfen, um festzustellen, wann ein Abriss sinnvoll wäre. Die Realschule ist in diesen Planungsauftrag nicht einbezogen.



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