Es ist zwar nicht alles Gold, was glänzt - auch nicht die kleinen Barren, die Volksbank-Vorstand Manfred Hausner (2. v. r.) in den Händen hält. Doch Hausner, sein Vorstandskollege Horst Belz (2. v. l.) und die Prokuristen Thomas Dienst, Kerstin Lauber und Kai Wunderlich (v. l.) freuten sich über ein solides Wachstum der Volksbank. Foto: bw
Jahresbilanz 2011
Volksbank Wittgenstein mit solidem Wachstum
Bad Berleburg. Die Volksbank Wittgenstein legte am Donnerstag ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2011 vor.
bw - Die Krise ist in Wittgenstein noch nicht angekommen. Zu dem Ergebnis kam am Donnerstag Horst Belz, Vorstandssprecher der Volksbank Wittgenstein, als er gemeinsam mit seinen Kollegen die Bilanz der Genossenschaftsbank für das Jahr 2011 zog. "Wir sind richtig zufrieden", betonte Horst Belz, "die Bilanzsumme ist im vergangenen Jahr solide gewachsen." Um 5 Prozent, von 160 Mill. Euro auf 168 Mill. Euro. Ebenfalls um 5 Prozent stieg das Kundengesamtvolumen, von 280 Mill. Euro auf 294 Mill. Euro. Sogar einen deutlichen Zuwachs vermeldete die Volksbank Wittgenstein bei den Spareinlagen, um 8 Prozent auf 139 Mill. Euro. Letztlich zahle sich aus, dass die Volksbank den Mitgliedern und Kunden die ganzheitliche und nachhaltige Beratung biete, erläuterte Vorstandssprecher Horst Belz. Denn nicht umsonst sei die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr auf 6119 angestiegen - das sind 126 Mitglieder mehr als im Vorjahr. Das sei "eine erfreuliche Entwicklung", fand Horst Belz im Pressegespräch.
Das positive Jahresergebnis zeige auch, dass die Wittgensteiner Wirtschaft weiterhin robust sei: "Wir hören von unseren Firmenkunden von vollen Auftragsbüchern", sagte Horst Belz, "die Gewinne steigen und die Arbeitslosigkeit ist niedrig." Allerdings gebe es einen Fachkräftemangel und ohne Blessuren werde die heimische Region aus seiner Sicht nicht aus der Euro-Krise kommen. "Wir haben aber keine Banken-Krise, sondern eine Staatsschuldenkrise", stellte Horst Belz fest. Der Staat habe über Jahrzehnte über seine Verhältnisse gelebt, das sei in der Politik auch heute angekommen. Große Hoffnung auf eine Änderung im gesamten Land habe er aber nicht. Ein großes Lob hatte der Volksbank-Vorstand aber für die Bemühungen vor Ort mit dem Leitbild in Bad Berleburg. In dem Zusammenhang hatte Horst Belz jedoch wenig Verständnis für die aktuelle Diskussion um die Schließung des Stadtmuseums in Bad Berleburg. Jeder habe die Chance gehabt, im Prozess mitzuarbeiten. "Wenn es ans Eingemachte geht, regt sich des Volkes Stimme. Es ist aber müßig, im Nachhinein dann die große Welle zu machen."
Von einer Kreditklemme sei in Wittgenstein keine Spur, erklärte Volksbank-Prokurist Thomas Dienst. Das Kreditvolumen sei um 3,5 Prozent auf 77,2 Mill. Euro angestiegen. Thomas Dienst: "Wir haben jeden vertretbaren Kreditwunsch erfüllt." Ferner habe die Volksbank acht Existenzgründer begleitet, durch die 80 neue Arbeitsplätze geschaffen worden seien. Allerdings seien es weniger Existenzgründungen gewesen. "Das ist durch die gute Konjunktur bedingt - da gibt es weniger Gründungen", verriet der Volksbank-Prokurist. Dass es der Wirtschaft in Wittgenstein gut geht, zeige auch, berichtete Horst Belz, dass es bei den Firmenkunden der Volksbank nicht eine einzige Insolvenz im vergangenen Jahr gegeben habe. "Dafür nehmen aber die Privatinsolvenzen zu", gab er zu bedenken.
Für das Jahr 2012 erwarten die beiden Volksbank-Vorstände Horst Belz und Manfred Hausner ein weiterhin solides Wachstum der Genossenschaftsbank. Die Bilanz präsentiert die Volksbank Wittgenstein am kommenden Dienstag, 31. Januar, auch ihren Mitgliedern in der Kulturhalle in Dotzlar. Zu dieser Versammlung hat die Volksbank Wittgenstein ja auch den TV-Journalisten Peter Hahne gewinnen können.




