Das Thema Windenergie im Banfetal soll nach dem Willen von Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg schon in diesem Jahr Realität werden. Sämtliche Gutachten hat der Investor in der Tasche. Foto: Archiv
Windkraft-Projekt im Banfetal
"Es bleibt bei sechs Anlagen"
Bad Laasphe/Banfe. Investor Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg macht Nägel mit Köpfen: Das Windkraft-Projekt wechselt von der Planung- in die Realisierungsphase.
vö - Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, der wie berichtet sein ehrgeiziges Windenergie-Projekt im Banfetal realisieren möchte, macht Nägel mit Köpfen: Der Investor hat im Handelsregister die Wittgenstein New Energy Nr. 1 bis Nr. 6 GmbH sowie die Wittgenstein New Energy Holding GmbH eintragen lassen.
"Jeweils eine GmbH für ein Windrad und zusätzlich die Holding als Service- und Projektentwicklungsgesellschaft", verriet der Unternehmer im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Damit betonte er noch einmal, dass es bei einem halben Dutzend Windrädern auf seinen Flächen bleiben solle: "Wir haben sechs Anlagen beantragt und daran halten wir fest, auch wenn es vielleicht anderslautende Gerüchte geben sollte. Wir haben immer mit offenen Karten gespielt und das soll auch in der Zukunft so bleiben."
Windkraftanlagen im Banfetal sollen 2012 ans Netz gehen
An seinem Zeitplan, die Anlagen noch 2012 ans Netz zu bringen, halte er nach wie vor fest, so Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Natürlich wisse er aber auch, dass die Entwicklung in den nächsten Monaten nicht ganz allein von seinem Unternehmen abhängig sei: "Es geht natürlich auch darum, wie alle Komponenten zusammen passen." Vier Anlagen befänden sich exakt in der vom Bad Laaspher Stadtrat abgesegneten Vorrangzone, für zwei Anlagen lägen Anträge in Ergänzungsflächen vor. Hier stehe aber eine Entscheidung noch aus.
Dass er sein Projekt bei den in der Region geplanten Windenergievorhaben sehr weit vorne sehe, habe einen einfachen Grund: "Wir haben lange vor Fukushima geplant und wir waren auch lange vor dem Regierungswechsel in Düsseldorf am Ball." Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg setzt nicht zuletzt auf die Unterstützung der Politik für den Wechsel auf erneuerbare Energien, "denn Fukushima brennt immer noch, auch wenn man das in den Medien nicht mehr unbedingt merkt".
Schallschutzgutachten liegt vor: "Es wird keine Probleme geben"
Im Gespräch mit der SZ wurde klar, dass der Unternehmer seine Hausaufgaben erledigt hat. Alle Gutachten liegen vor, die Planungsphase ist abgearbeitet. In einem Punkt gibt Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg bereits jetzt Entwarnung: "Wir haben auch das Schallgutachten vorliegen und können die Bewohner des Banfetals dahin gehend informieren, dass es keine Probleme geben wird." Während der Investor intensiv mit Herstellern der Windkraftbranche verhandelt, darf sich auch die heimische Bauindustrie auf lukrative Aufträge einrichten.
Allein für die Vorbereitung der Infrastruktur rechnet Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg mit einem Auftragsvolumen im siebenstelligen Euro-Bereich. Dass die Arbeiten an Unternehmen in der Region gehen werden, ist für den Wittgensteiner selbstverständlich: "Die Firmen haben in den vergangenen Jahren bei uns im Wegebau hervorragende Arbeit geleistet. Warum sollten wir daran etwas ändern?"




