"Survivor" erhielten nicht nur Applaus, weil sie quasi ein "Eigengewächs" des Dorfs sind, sondern auch, weil sich ihre Tanzdarbietungen sehen lassen können. Fotos: baka
Hünsborner Kostumsitzung
Die Dorfgemeinschaftshalle tobte
Hünsborn. Was den Kölner Karnevalsfans der Gürzenich, das ist den Hünsborner ihre Dorfgemeinschaftshalle. Dort fand am Samstagabend eine Kostümsitzung der Superlative statt. Schon lange vor dem offiziellen Beginn schunkelten und feierten sich verwegene Piraten, bleiche Vampire und edle Ritter in die richtige Karnevalsstimmung. Fast pünktlich zog dann der Elferrat gemeinsam mit den "Pänz von der Burg" aus Denklingen unter großem Applaus auf die Bühne. Da zeigte sich dann, dass die "Pänz" altersmäßig eher zu "klein" gehören, aber tanztechnisch definitiv "groß" sind. Unbekümmert und mit viel Schwung eroberten sie schnell das Hallenpublikum und durften erst nach einer Zugabe von der Bühne.
baka - Bei der Stimmung an diesem Abend hieß es: von Null auf hundert in weniger als fünf Minuten, darüber konnten sich auch die "Grünen Funken" der Bürgergesellschaft Olpe freuen, die sich nach ihrem gelungenen Gardetanz über viel Applaus freuten.
Bewährtes Präsidententeam
Wolfram Arns und Ludger Henne als bewährtes Präsidententeam des Karnevalsvereins der Dorfgemeinschaft kündigten dann einen echten Höhepunkt im Programm an: Olaf Henning, der seit 1997 große Erfolge in der Schlagerbranche feiert, brachte mit viel Temperament die Halle zum Kochen, und nicht nur Frauen stürmten die Bühne. Dabei zeigte Henning gerade in der Chorlandschaft der Gemeinde Wenden echtes Talent als Chorleiter. Auf sein Kommando sangen Frauen und Männer einzeln und gemeinsam, da kreisten Arme und Hüften und die Stimmung war fast nicht mehr zu toppen, bis es endlich hieß: "Komm hol das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer", da mutierten selbst gestandene Kerle zu Olaf-Henning-Fans. Der Sänger hatte sichtlich Spaß an seinem ausgelassenen Publikum, und gemeinsam wurde die Halle mächtig gerockt. Fast schon erstaunlich, dass die Narren ihn nach einer Zugabe überhaupt aus der Halle ließen.
In diesen Hexenkessel kam das "Eigengewächs" der Hünsborner, die Tanzgruppe "Survivor", die schon im vergangenen Jahr mit ihrem Auftritt begeistert hatte. Am Freitagabend bewiesen die Tänzerinnen, dass sie ihr hohes Niveau noch ausgebaut haben. Eingehüllt in die amerikanische Flagge, wurde auf unkonventionelle Art und Weise die Hymne der USA dargeboten. Ein kleiner Moment, und aus den Amerikanerinnen wurden bei "Eviva españa" rassige Spanierinnen. Von Spanien aus ging es nach Deutschland, die Senoritas vertauschten ihre flamencoroten Kleider mit einem schwarz-rot -goldenem Outfit.
Dreigestirn aus Denklingen
Für gleich vier Tänzerinnen hieß es dann aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen: "Time to say goodbye". Ein Abschied, der wohl allen Beteiligten sehr schwer fiel, trotz der netten Worte von Ludger Henne und Christina Hennrichs von den "Survivors" für den engagierten und langjährigen Einsatz. Dicke Nebelschwaden tauchten die Bühne in unheimliches Licht, als schwarze Gestalten dort ihr Unwesen trieben. Die "Wolpertinger" aus Morsbach waren einmal mehr mit ihrem phantastischen Showtanz das Maß aller Dinge. Als Untote zu dem legendären Musiktitel "Thriller" von Michael Jackson faszinierten sie bei ihrem 14. Auftritt in Folge die Närrinnen und Narren. Ein tolles Bild bot dann die Karnevalsgesellschaft "Rot-Weiß" Denklingen, die nicht nur mit ihren Garden, sondern auch mit dem gesamten Hofstaat und dem ersten Denklinger Frauendreigestirn Prinz Anne I., Bauer Ela und Jungfrau Moni in die Halle zogen und die Bühne bis auf den letzten Platz besetzten. Nach der Kostümprämierung heizten die "Cölln Girls", die "Rheinmatrosen" aus Köln-Mülheim und DJ Markus dem Publikum bis zum frühen Morgen mächtig ein.




