kopf

Bezirkschor Eiserfeld

"Gute Aussichten"

Siegen. In die Bläsermusik zum Lob Gottes mischten sich die Gitarrenklänge von Werner Hucks und die Solotrompeten-Töne von Martin Reuthner.

roh - Fanfarenhafte Klänge mischten sich mit melodischen Harmonien, Barockmusik stand neben Romantik und Moderne. Das Programm des Bezirkschores Eiserfeld, der am vergangenen Sonntag im Gläsersaal auftrat, bot einen Querschnitt durch die Jahrhunderte. Traditionelle Choräle, Erweckungslieder, Spirituals und moderne geistliche Lieder zeigten die Vielseitigkeit der etwa 70 Bläserinnen und Bläser. Und, ganz wichtig: Immer klang aus der Musik Gottes Wort.

Ingo Gieseler dirigierte abwechslungsreiches Programm

Die von Kreischorleiter Ingo Gieseler dirigierten Bläser legten gleich imposant und festlich mit Pauken und Trompeten los, mit der "Nordic Fanfare And Hymn", komponiert von Jacob de Haan für die Nordische Skiweltmeisterschaft 2005 in Oberstdorf. Schnell wechselte die Stimmung. Gefühlvoll, ja fast beruhigend empfand man nach den majestätischen Eröffnungsklängen die vertonten Zusagen aus Jesaja und Psalm 91 in "Ja, es sollen wohl Berge weichen" und "Denn er hat seinen Engeln befohlen" aus dem Elias-Oratorium von Mendelssohn Bartholdy. Beeindruckend in seiner räumlichen Wirkung war Johann Pachelbels "Gott ist unsere Zuversicht und Stärke".

Gospels und "Autum Mood"

Zwei Intermezzi waren für Werner Hucks und Uni-Big-Band Leader Martin Reuthner reserviert. Ob bei Gospeligem wie "Wade In The Water", ob bei einem Choralarrangement zu "Wer nur den lieben Gott lässt walten" oder bei traurig melancholischen, herbstlichen Klängen wie "Autumn Mood": Die beiden Musiker verstanden es, mit ihrem abwechslungsreichen Programm zu fesseln.

Spiritualität und Musik verbunden

Der Bezirkschor ließ in strahlendem Forte das Pop-Arrangement "Minimal Fanfare" von Michael Schütz erklingen. In dem mitreißenden Sound wurde die "Kompositionskreativität" dieses zeitgenössischen Komponisten ohrenfällig, dem es in dem vom Chor weiterhin vorgetragenen Lied "Himmel und Erde, Luft und Meer" gelang, eine Verbindung von Spiritualität und Musik zu schaffen.

Das Publikum durfte relaxen

In den Stücken "Lobe den Herrn ... Du bist mein Zufluchtsort ... Jesus, zu Dir kann ich so kommen, wie ich bin" (H. J. Eißler) wurde Musik zu fröhlicher, authentischer Verkündigung - eben "Brass Praise", in die die Zuhörer auch einstimmten. Mit satten Farben statteten die Bläser, unterstützt von Robin Wiegel am Schlagzeug, das "Vitae Lux" von O. E. Antonson aus. Die rhythmisch faszinierende Version des Spirituals "When Israel Was In Egypt's Land", zusammen mit Reuthner und Hucks, erntete den meisten Applaus des Abends. Mit der mitreißenden "Fanfare" von Traugott Fünfgeld verabschiedete sich der Eiserfelder Bezirkschor, wie er begonnen hatte: mit strahlenden Klängen, unterstützt von schwerem Blech. Einer fehlte noch - Bach. Den gab es in der Zugabe mit "Meine Augen schließ ich jetzt". Ob feierlich getragen, gefühlvoll-melodisch oder strahlend-beschwingt musiziert, die Bläser zeichneten sich in Verbindung mit Pauke und Drumset durch erstklassiges Zusammenspiel und saubere Intonation aus. Hucks und Reuthner demonstrierten ihre große Klasse und gaben den Zuhörern mit ruhigen und sanften Klängen die Möglichkeit zu relaxen. Dorothee Pfrommer, CVJM-Kreissekretärin, brachte das Thema des Abends auf den Punkt. Während das Leben oft unklare Aussichten biete, weil die Momente des Glücks zeitlich begrenzt seien, wären die ewigen Perspektiven für Christen "schöne Aussichten". Das kam an!



map ticker ticker
Ticker Ferndorf

 
 
Ort/PLZ
Immobilienart
Kaufen
Mieten