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Ramada wird vielleicht "Villa Lassafa"

Hotel bald eine Wohlfühl-Oase?

Bad Laasphe. Die Besotra Limited hat am Montag die letzten Anteile des ehemaligen Ramada-Hotels gekauft. Unterdessen hat sich eine Verwaltungs-UG gegründet.

bw - "Damit können wir jetzt den Deckel drauf machen", stellte Rechtspfleger Markus Rothenpieler am Montagmorgen fest. Kurz darauf schloss er drei weitere und zugleich die letzten Zwangsversteigerungen von Anteilen am ehemaligen Ramada-Hotel in Bad Laasphe. In diesen drei Verfahren erwarb wiederum die Besotra Limited die letzten ausstehenden Anteile an dem Penthouse sowie an dem Restaurant und den Nebenräumen im Hotelkomplex. Viel zahlen musste die Investorengruppe dafür übrigens nicht, lediglich symbolische Verkehrswerte von jeweils einem Euro und die Gerichtskosten - insgesamt 610 Euro. Der Verkehrswert sei so gering, erklärte Markus Rothenpieler während der Sitzung, da sehr hohe Investitionen bevorstünden, um das Gebäude zu sanieren.

Besotra Limited wartet auf eine Lastenfreistellung

Für Rechtspfleger Markus Rothenpieler ist das Verfahren nun zwar abgeschlossen. Doch die Besotra Limited kann trotz dieses Erwerbs der letzten Anteile noch nicht mit den Planungen für eine neue Nutzung des ehemaligen Ramada-Hotels durchstarten. Das verriet zumindest der Generalbevollmächtigte Erich Burkart, der am Montag zum wiederholten Mal zu einer Zwangsversteigerung im Amtsgericht von Bad Berleburg weilte. Offen sei bislang noch eine Lastenfreistellung durch einen letzten Gläubiger. Erst wenn dieser notwendige Schritt vollzogen sei, könne eine neue Nutzung in Angriff genommen werden.

Besotra Limited ist eine Investorengruppe mit Sitz auf Zypern

Der Sinzheimer Erich Burkart, Inhaber der Firma Immobilienverwertung, handelt im Auftrag der Besotra Limited. Wie in den Zwangsversteigerungen bekannt wurde, hat die Gesellschaft ihren Sitz übrigens in Nikosia auf Zypern. Besotra Limited sei eine Investorengruppe, sagte Erich Burkart, die mit dem früheren Hotel etwas machen möchte. Was - das ließ er weiterhin offen, Informationen soll es dazu erst nach der letzten Lastenfreistellung geben. "Das müssen wir erst noch in trockene Tücher bekommen", so der Generalbevollmächtigte. Die Anteile, die am Montag im Bad Berleburger Gericht unter den "Hammer" kamen, sind im Grundbuch lastenfrei.

Inserat wirbt im Internet für die "Villa Lassafa" in Bad Laasphe

Während sich Erich Burkart also betont bedeckt hielt, stieß die SZ bei weiteren Recherchen auf einen neuen Eintrag ins Handelsregister: Im Dezember hat sich nämlich die Villa Lassafa Verwaltungs-Unternehmergesellschaft gegründet. Ihr Sitz ist in Bad Laasphe. Und das Unternehmen wirbt im Internet für das ehemalige Ramada-Hotel mit den folgenden Sätzen: "Wohnen wie im Hotel - nur schöner. Viel Komfort in stilvollem Ambiente." Die Beschreibung des Objekts passt anschließend haargenau auf das seit Anfang 2010 ungenutzte Ramada in der Lahnstadt: "Ein Hotelkomplex (ehemals vier Sterne) mit 86 Appartements wurde aufgegeben und wird ab 2012 in die Wohlfühl-Oase ,Villa Lassafa' umgebaut/verwandelt. Das Herzstück der ,Villa Lassafa' wird die private Wohnanlage, die aus den bisherigen Hotelzimmern entstehen wird." Das Inserat wirbt außerdem mit einem vielseitigen Gesellschaftsleben, mit Gastronomie und Wellness. Als Ansprechpartnerin fungiert Frauke Bielka von der Industrie- und Handelskammer Berlin. Sie war am Montag für eine Anfrage der SZ wegen eines Termins aber nicht erreichbar.

Bad Laasphes Bürgermeister wartet auf ein Treffen mit dem Investor

Von der Gründung dieser Villa Lassafa Verwaltungs-UG hatte Bad Laasphes Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann auch bereits gehört. Bisher habe er jedoch keinerlei Kenntnisse über einen Zusammenhang mit der künftigen Nutzung des ehemaligen Ramada-Hotels. Dr. Torsten Spillmann betonte auf SZ-Anfrage: "Ich würde den Investor gerne kennenlernen." Der Generalbevollmächtigte Erich Burkart habe genau das für einen Zeitpunkt direkt nach der Eigentumsübertragung zugesichert.



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