Der Bauausschuss der Stadt Siegen hat sich gegen den Siegen-Beach auf dem Weiß-Flickschen Grundstück ausgesprochen. Archivfoto: kalle
Siegen-Beach
Kein Strand in der Stadt
Siegen. Der Bauausschuss der Stadt Siegen hat am Montag den Antrag für den Siegen-Beach auf dem Weiß-Flickschen abgelehnt.
kalle - Die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt Siegen machten am Montag im Geisweider Rathaus kurzen Prozess und schmetterten den Antrag zweier Investoren, einen Sandstrand auf dem Weiß-Flickschen Grundstück zu installieren, mit großer Mehrheit ab. Die beiden Planer, Ingo Janson sowie Stephan Roth, versuchen seit drei Jahren, ein gastronomisches Konzept unter dem Titel "Siegen-Beach" zwischen Spandauer Straße und Oranienstraße zu realisieren (die SZ berichtete).
Vier CDU-Mitglieder enthielten sich
Bevor die Ausschussmitglieder über das Projekt berieten, verließ der designierte Ausschussvorsitzende Rüdiger Heupel den Ratssaal. Er hat im Auftrag der Investoren einige Planungen vorgenommen. Während Heupel also draußen vor der Türe stand und SPD-Ratsfrau Helga Gaden den Vorsitz übernahm, bekam das Projekt im Schnellverfahren eine Abfuhr verpasst. Bis auf den stellv. sachkundigen Bürger der CDU-Fraktion, Dieter Born, der auf die Einnahmen hinwies, die man durch eine Verpachtung für die Stadt generieren könne, waren alle anderen Fraktionen gegen die Pläne. FDP, Grüne und SPD sprachen sich deutlich dafür aus, dem Projekt keine Zukunft in der Stadt zu geben. Und selbst vier CDU-Mitglieder, deren Fraktionskollege Janson ist, konnten sich nicht für das Beach-Projekt erwärmen, sie enthielten sich entspannt der Stimme.
Lärmbelästigung spielte große Rolle
Das Weiß-Flicksche-Grundstück solle bleiben, was es sei: eine Grünfläche. Andere Standorte in der Stadt, wie etwa der Bereich in der Numbach, so war aus den Redebeiträgen herauszuhören, hätte man da eher Chancen zur Realisierung eingeräumt. Es gab ebenfalls Warnungen, öffentliche Räume zu privatisieren. Die Lärmbelästigung für die anliegende Bürgerschaft spielte beim "Nein" ebenfalls ein große Rolle.
Bürgerpark scheiterte in den 90er-Jahren
So wird nun bereits das zweite Konzept zur Vitalisierung des Filetgrundstückes in der Unterstadt, wo einst das Theater der Stadt stehen sollte, in den Schubladen verschwinden. Neben dem aktuellen Strandthema gab es in den 90er-Jahren bereits Bestrebungen, dort einen belebten Bürgerpark zu errichten. Auch damals gaben die Kommunalpolitiker dem Projekt den Laufpass.




