Zahlreiche Körperverletzungen
Nicht jeder Jeck in Herdorf blieb friedlich
Herdorf. Erst flogen die Kamelle, dann die Fäuste: Polizei hatte nach dem Rosenmontagszug viel zu tun.
sz - Es sind die wohl unvermeidbaren Schattenseiten des Straßenkarnevals in Herdorf. Während die Polizisten beim großen Umzug selbst nichts zu tun hatten und entspannt dem bunten Treiben zuschauen konnten, mussten sie in den Abendstunden des Rosenmontags und in der Nacht zu Dienstag Schwerstarbeit leisten. Es kam zu mehreren Körperverletzungen, und immer war Alkohol im Spiel. Folgende Straftaten wurden von den Beamten aufgenommen:
Freunde verletzt
Ein 23-Jähriger wurde in polizeilichen Gewahrsam genommen, da er unter Alkohol- und Drogeneinfluss Freunde und Bekannte verletzt hatte.
Die eigene Frau blutig geschlagen
Ein 63-jähriger Mann, ebenfalls unter Alkoholeinwirkung stehend, schlug seine Ehefrau, sodass diese am Kopf eine blutende Wunde erlitt. Außerdem ging die Brille der Frau zu Bruch.
Vermeintliche "Dränglerin" erlitt Prellungen
Vor dem Festzelt wurde eine Frau von einem 50-Jährigen attackiert und verletzt. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann "dringend" auf eine freie Toilette gewartet, als sich die Frau angeblich vorgedrängelt habe. Durch Schläge erlitt die Besucherin Prellungen am Hinterkopf, an der Brust und im Bauch und musste ambulant behandelt werden. Der 50-Jährige hatte offenbar bereits eine tätliche Auseinandersetzung hinter sich, befand sich an seiner rechten Wange doch eine Schürfwunde, die allerdings schon verkrustet war. Diese Verletzung dürfte schon einige Stunden älter gewesen sein. Nähere Umstände dazu müssen noch ermittelt werden, schreibt die Polizei.
22-Jähriger erlitt Schlüsselbeinbruch
Doch auch im Festzelt selbst ging es hoch her: Ein 22-jähriger Mann war derart verprügelt worden, dass er eine Fraktur des Schlüsselbeins erlitt. Der stark alkoholisierte junge Mann wurde von der Polizei erst in der Ambulanz des Krankenhauses in Kirchen angetroffen. Er schilderte den Beamten, dass ein Unbekannter ihn gestoßen und er dadurch zu Boden gefallen sei. Dann habe der Mann auf ihn eingetreten. Mit einer stark blutenden Platzwunde am Kopf kam ein 21-Jähriger davon, vermutlich hatte ihm die Verletzung ein 18-jähriger Besucher des Festzelts zugefügt. Der genaue Tatablauf muss nach Angaben der Polizei noch ermittelt werden, da die Beteiligten unter Alkoholeinwirkung standen. Im Festzelt wurde zudem einem 29-jährigen Mann mehrmals von der Security ein "Hausverbot" erteilt. Trotzdem kehrte der Alkoholisierte immer wieder zurück. Dort schlug er einer 30-jährigen Frau ins Gesicht. Erst als die eingetroffenen Polizeibeamten einen Platzverweis erteilten, blieb der Mann dem Festzelt fern. Zu einer größeren Schlägerei kam es vor der "Sportsbar". Ein 43-jähriger Gast hatte mit mehreren Personen an einem Tisch gesessen, als ihn plötzlich ein Bierglas am Kopf traf. Als er in Begleitung die Gaststätte verlassen habe, hätten mehrere Personen ihn geschlagen und - als er schon auf dem Boden gelegen habe - noch auf ihn eingetreten, gab der Mann zu Protokoll. Auch in diesem Fall wurden Ermittlungen eingeleitet.




