EJOT-Geschäftsbereichsleiter Bauschrauben, Dr. Dieter Grotmann, führte den Bad Laaspher Fachausschuss durch die neue Halle. Foto: howe
Ausschuss macht Ortsbesichtigung
EJOT expandiert weiter
Bad Laasphe. Der Bad Laaspher Wirtschaftsförderungsausschuss schaute sich die neue EJOT-Halle an und erfuhr viel Erfreuliches.
howe - Es sollte am Dienstagabend eigentlich ein Besichtigungstermin der neuen EJOT-Halle im Werk in der Aue in Bad Lasphe werden, doch am Ende erfuhr der Wirtschaftsförderungs- und Kulturausschuss sogar noch Erfreulicheres.
Denn die EJOT-Holding hat mit ihren jüngsten logistischen Erweiterungsmaßnahmen an der Astenbergstraße in Bad Berleburg und in der Aue in Bad Laasphe nicht nur eine eindeutige Stellungnahme zur Standortsicherung für Wittgenstein abgegeben, sondern der Konzern ist weiter auf dem Vormarsch, wie Dr. Dieter Grotmann als Geschäftsbereichsleiter Bauschrauben und der Finanzchef Wolfgang Bach erläuterten.
In Zukunft lenkt EJOT sein Augenmerk besonders auf China. Dort soll ein Verbindungstechnik-Standort entstehen, ebenso in Brasilien. Neben der weiteren Logistik-Optimierung soll auch ein "e-Commerce" eingerichtet werden. Somit sind künftig auch Bestellungen der Kunden im Internetshop möglich. EJOT steht als überaus gesundes Unternehmen da, das mit einer Eigenkapitalquote von 64 Prozent "schon deutlich Banken unabhängig" ist, wie Wolfgang Bach verriet. In 2011 habe das Unternehmen mit 327 Mill. Euro den bisher höchsten Umsatz erzielt, mit einer Steigerung von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Mitarbeiterzahl konnte deutlich erhöht werden, von fast 2200 auf 2330. Die Ziele für die Zukunft sind klar formuliert: "Wir wollen nachhaltig eine EJOT-Marge von 12 Prozent erreichen." EJOT plane Umsatzsteigerungen von 50 Prozent, allein 65 Prozent sollen in Zukunft im Ausland erzielt werden. Der Fokus liege in Europa, "wir wollen aber eine weltweite Präsenz erreichen", so Wolfgang Bach. Für den großen Standort in China werde EJOT ein Drittel seines Investitionsvolumens ausgeben. "Wir gehen davon aus, dass China unser wichtigster Absatzmarkt wird." Schwerpunkte in den kommenden Jahren sollen aber auch in Nord-, Südamerika und Asien gebildet werden.
EJOT hat den Markt fest im Griff und voll im Blick. Zu 100 Prozent fehlerfrei und in der Qualität einmalig - das seien Ziele, die man erreichen wolle. Auch in Wittgenstein wird EJOT übrigens weiter Optimierungsarbeit leisten. Der Konzern plant in der Astenbergstraße in Bad Berleburg einen umfangreichen Ausbau der Logistik. Außerdem soll eine neue Technik dazu beitragen, dass 30 Prozent mehr Lager entsteht. Damit kompensiert EJOT begrenzte Erweiterungsmöglichkeiten in der Fläche. Das Unternehmen ist gerüstet, die Bedarfe sind vorhanden. Umsätze werden zu 31 Prozent im Bereich "Automotive" erzielt, gefolgt von "Dach und Wand" mit 29 Prozent und Wärmeverbundsystemen mit 21 Prozent. Der größte Umsatz wird zurzeit mit 48 Prozent in Deutschland erzielt, dan kommt Osteuropa mit 24 Prozent und West-/Südeuropa mit 16 Prozent.




