Weitere Vorfälle zu Karneval
Von der Messerstecherei bis zur herrenlosen Bank
Kreis Altenkirchen. Nicht nur in Herdorf ist an Karneval reichlich Alkohol geflossen und hat in der Folge bei einigen Leuten für Ausfallerscheinungen gesorgt. So musste die Polizei auch in den anderen heimischen Hochburgen des närrischen Treibens des Öfteren eingreifen. Die Inspektion in Betzdorf und die Wache in Wissen teilen in ihren Berichten an die Presse die jüngsten Vorkommnisse mit.
sz - Niederfischbach: Gleich zu zwei Schlägereien kam es im Anschluss an den
Karnevalszug am Dienstag in Niederfischbach. Mit einer Messerstecherei
endete eine Auseinandersetzung gegen 19.50 Uhr. Ein 34-jähriger und ein
38-jähriger Mann - beide hatten zu tief ins Glas geschaut - gerieten
aneinander. Einer von ihnen zückte schließlich ein Messer und stieß
seinem Kontrahenten die Klinge zweimal in den linken Oberarm und einmal
in den linken Unterschenkel. Ein Zeuge, der versuchte, den Messerstecher
zu überwältigen, wurde an der Innenfläche seiner linken Hand verletzt.
Eine Zeugin meldete bei der Polizei, dass es vor dem Festzelt zu einer
Schlägerei gekommen sei. Als die Beamten eintrafen, war allerdings von
den Raufbolden nichts mehr zu sehen. Ein weiterer Zeuge gab an, dass ein
40- bis 50-Jähriger von drei Männern verprügelt worden sei. Auch als
dieser am Boden lag, sei weiter auf ihn eingewirkt worden.
Scheuerfeld: Zwei Jacken sind am
Sonntag an der Garderobe des Festzeltes abhanden gekommen. Zwei
Personen hatten diese bei einer Aufsichtsperson abgegeben. Als die
Karnevalisten eineinhalb Stunden später ihre Kleidungsstücke wieder
abholen wollten, waren diese nicht mehr aufzufinden. Der Wert der Jacken
wird auf insgesamt 120 Euro geschätzt.
Und es gab noch einmal Ärger an der Scheuerfelder Garderobe: Eine Frau
hatte am Sonntag dort ihre Jacke und ihre Handtasche abgegeben. Als sie
beide Sachen wieder in Empfang nahm, war ihr Portemonnaie aus der
Handtasche verschwunden. Darin befanden sich mehrere Karten und Bargeld.
Der Schaden: 200 Euro.
Wissen: Ein 19-Jähriger wurde nach dem Karnevalszug am Veilchendienstag in der Unterführung B 62/Marktstraße gefunden. Er war dermaßen betrunken, dass er vom DRK in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Orientierungslos und mit einem Veilchen am Auge "verziert", wurde gegen 22.30 Uhr ein junger Mann von Beamten auf der Straße "Auf der Rahm" aufgegriffen. Er gab an, in der Stadt zuvor geschlagen worden zu sein. In der Siegstraße kam es zu einem Streit zwischen einem Paar, bei dem der Mann die Frau zu Boden warf. Ein Wagen, der am Umzug teilgenommen hatte, nahm auf seiner "Heimreise" gegen 18 Uhr in der Nassauerstraße den Außenspiegel eines dort geparkten Pkw mit. Ein weiteres streitendes Paar wurde gegen 22 Uhr auf der Straße "Im Kreuztal" gemeldet. Dort soll der Mann seine Begleiterin geschlagen und anschließend ein Verkehrsschild und einen Mülleimer auf die Straße geworfen haben. Nun ermittelt die Polizei wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Zwei männliche Jugendliche begingen gegen 18.50 Uhr am Regiobahnhof Farbschmierereien. Ihnen dürfte bald Ungemach drohen, denn die Polizei schreibt: "Die beiden Jugendlichen wurden bei der Tatausführung durch eine Überwachungskamera gefilmt und dürften somit innerhalb kürzester Zeit identifiziert werden."
Selbach: Eine eher erheiternde Meldung kommt aus der Finkenstraße. Hier wurde auf einem Grundstück eine Kunststoffbank gefunden, die laut Polizeibericht "dort nicht hingehört".




