Lokales
12.09.2017 07:27
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 Die schwarze Tonne wird in Erndtebrück wohl günstiger, die braune Tonne dagegen teurer. Das hat die Kalkulation der Gebühren ergeben. Foto: Björn Weyand

Die schwarze Tonne wird in Erndtebrück wohl günstiger, die braune Tonne dagegen teurer. Das hat die Kalkulation der Gebühren ergeben. Foto: Björn Weyand

Schwarze wird günstiger, die braune teurer 

bw - Im Herbst stehen alle Jahre wieder die Gebühren in den politischen Gremien der Gemeinde Erndtebrück auf der Tagesordnung – allzu oft mit nicht ganz so schönen Entwicklungen, denn bei sinkender Einwohnerzahl und gleich bleibenden oder sogar steigenden Fixkosten folgt der Dreh an der Gebührenschraube häufig gezwungenermaßen. Am Mittwoch, 20. September, stehen um 17.30 Uhr die Gebührensätze auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses. Die Siegener Zeitung fasst die Kalkulationen der Gemeindeverwaltung zusammen.

Müllgebühren: Unterschiedlich fällt die Entwicklung bei den Gebühren für die Abfallentsorgung aus. Die Restmülltonne soll im kommenden Jahr etwas billiger werden, die Biomülltonne hingegen deutlich teurer (vgl. Extra-Kasten). Dass die Gebühren für die schwarze Tonne sinken, liegt vor allem an einer verringerten Sperrmüllmenge um rund 140 Tonnen. Die Gemeinde sparte dabei rund 25 000 Euro ein, indem der abgestellte Sperrmüll zuletzt stärker kontrolliert wurde und es die kostenlose Abgabe bei der Firma Dirks in Schameder so nicht mehr gibt. So konnte die Sperrmüllmenge von 60 Kilogramm pro Einwohner im Jahre 2011 auf nur noch 24 Kilogramm reduziert werden. Zum Vergleich: Die Bad Laaspher produzieren 21 Kilogramm Sperrmüll pro Kopf, die Hilchenbacher dagegen 27 Kilogramm. Die vorgeschlagene Gebührenerhöhung für die braune Tonne hängt hingegen auch damit zusammen, dass nach der Umstellung von der einwohnerbezogenen auf die gefäßbezogene Biomüllgebühr 328 Tonnen (240 Liter) abbestellt wurden. Dadurch ist das gesamte Volumen aller Biomülltonnen von 423 480 auf 341 020 Liter gesunken. Darüber hinaus bringt die Verwaltung auch noch einmal die Gebühr von 40 Euro auch für den ersten Tausch einer Tonne ins Spiel. Seit Anfang des Jahres gilt die Regelung, dass ein zweiter Wechsel pro Jahr gebührenpflichtig wird. Allein in den ersten fünf Monaten haben insgesamt 77 Wechsel der Gefäße Kosten in einer Höhe von 6230,84 Euro verursacht. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, dass diese Kosten zumindest zum Teil von den Verursachern und nicht mehr von der Allgemeinheit getragen werden sollten.

Gebühren für Winterdienst und Straßenreinigung: Die beiden Gebühren bleiben relativ stabil – die Sommerreinigung sinkt leicht von 0,79 Euro auf 0,76 Euro pro Meter, die Winterreinigung soll unverändert 1,46 Euro pro Meter betragen. Bei den Gebühren für den Winterdienst kommen der Edergemeinde die zuletzt eher schneearmen Winter zupass, denn Überdeckungen aus den Jahren 2014 und 2015 werden gebührenmindernd verrechnet. Eigentlich würde die Winterreinigung die Bürger 1,93 Euro pro Meter kosten.

Abwassergebühren: Die Erhöhung der Gebühren scheint unumgänglich – einerseits wegen eines Rückgangs der Schmutzwassermenge und andererseits wegen Unterdeckungen aus dem Jahr 2016. Das Defizit beim Schmutzwasser belief sich auf rund 40 000 Euro, beim Niederschlagswasser sogar auf über 45 600 Euro. Bis in das Jahr 2020 sollen die Unterdeckungen ausgeglichen werden. Die Frage ist nur, ob dafür im kommenden Jahr die verbrauchsabhängige Gebühr oder die Grundgebühr erhöht werden sollte. In letzterem Fall würde die Grundgebühr für den überwiegenden Teil der Haushalte von 6,00 Euro monatlich auf 7,50 Euro steigen. Dann bliebe die Schmutzwassergebühr weiter unverändert bei 3,76 Euro pro Kubikmeter.

Friedhofsgebühren: Aufgrund von Defiziten aus den vergangenen Jahren wäre eigentlich die Anhebung der Friedhofsgebühren erforderlich. Indes schlägt die Verwaltung vor, die Gebühren „wegen Geringfügigkeit“ im kommenden Jahr unverändert zu belassen. Vermutlich werden indes die Friedhofsgebühren die Politik ohnehin bald wieder beschäftigen, wie sich in der jüngsten Ratssitzung andeutete. Das geforderte Gespräch mit einem Bestatter hat die Verwaltung zwischenzeitlich geführt. Laut Vorlage wurden dabei zwar „einige Vorschläge diskutiert, die aber kurzfristig zu keiner Senkung der Kosten und damit zu einer Reduzierung der Gebühren führen“.

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