Lokales
19.03.2017 12:39
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 Der Erndtebrücker Bürgerbus steuert mehr denn je auf Erfolgskurs – wenn da nicht das „Damoklesschwert Regionaltarif“ wäre, wie es der Vorstand in der Jahreshauptversammlung formulierte. Foto: Archiv

Der Erndtebrücker Bürgerbus steuert mehr denn je auf Erfolgskurs – wenn da nicht das „Damoklesschwert Regionaltarif“ wäre, wie es der Vorstand in der Jahreshauptversammlung formulierte. Foto: Archiv

Starke Bilanz für Erndtebrücker Bürgerbus

14,1 Prozent mehr Fahrgäste

sz - Auf Einladung des Vorsitzenden fand jetzt die Jahreshauptversammlung des Bürgerbus-Vereins Erndtebrück wieder im Bauernhof-Café Afflerbach statt. Nach der Begrüßung ehrte der Vorsitzende Gerrit Hackbarth stellvertretend für viele Verstorbene die Mitglieder Fritz Roth und Hans Kaiser mit einer Schweigeminute. Im Jahresbericht des Vorsitzenden bedankte sich dieser ausdrücklich beim Fahrdienstleiter Fred Rasack, dem gesamten Vorstand sowie Joachim Litz für seine Öffentlichkeitsarbeit.

Ein Sonderlob ging an die Fahrer und der Fahrerin, die ihre Freizeit opfern und damit den Bürgerbus am Leben halten. Eine Herausforderung sind laut Pressemitteilung die zum Teil bis ins Jahr 2018 andauernden Baumaßnahmen im Ortskern Erndtebrücks – an der Wabrichstraße und im Höhenweg –, so dass die Fahrtroute, wie schon bekannt, geändert wurde. Außerdem schwebt immer noch das Damoklesschwert eines Regionaltarifes für alle öffentlichen Verkehrsmittel in NRW über den Bürgerbus-Vereinen.

Kurz zusammen gefasst bedeutet der Regionaltarif, dass jeder Fahrgast, egal welches Beförderungsmittel er benutzt, eine Fahrkarte zu einem Festpreis kauft und diese einsetzt. Der günstigste Preis für eine Fahrkarte wäre 4,20 Euro, also sehr viel teurer als die Fahrkarten des Erndtebrücker Bürgerbusses zurzeit kosten. Das bedeutet zusätzlich, dass der Bürgerbus-Verein erstmals fast keine Einnahmen verbuchen könnte, frühestens nach drei bis sechs Monaten bekäme man eine Art Ausgleich und müsste noch ein Erfassungssystem installieren, „das wir nicht finanzieren können“.

Der Vorstand in deutlichen Worten: „Das könnte das Ende nicht nur des Bürgerbus-Vereins Erndtebrück bedeuten.“ In einem Koalitionspapier der rot-grünen Landesregierung zu Beginn dieser Legislaturperiode sei dieses Verfahren beschlossen worden. Dabei seien die 132 Bürgerbusvereine in NRW nicht berücksichtigt worden, die ja auch zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gezählt würden. Auf der Sitzung des Dachverbandes „Pro Bürgerbus NRW“ in Wuppertal hätten sich 99 Prozent der Bürgerbus-Vereine dagegen ausgesprochen Der dort anwesende Verkehrsminister des Landes, Michael Groschek, habe versprochen, die Koalitionspartner noch vor der nächsten Landtagswahl, die am Sonntag, 14. Mai stattfindet, an einen Tisch zu bringen, um eine Lösung zu finden. Sachstand aus Sicht der Erndtebrücker bisher: keine Rückmeldung.

Im Jahresbericht des Fahrdienstleiters konnten gute Zahlen vorgetragen werden. Der Erndtebrücker Bürgerbus hat im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 9229 Fahrgäste befördert, was ein Plus von 14,1 Prozent darstellt, bei gleichzeitiger Kilometerersparnis von 7000 Kilometer. Besagte Ersparnis wurde durch den neuen Fahrplan sichergestellt. Darin wurde festgelegt, dass einige wenige Haltestellen nur noch nach Bedarf angefahren werden (die Siegener Zeitung berichtete). Das heißt zum Beispiel für die Haltestelle Röspe, dass Fahrgäste, die von dort abgeholt werden wollen, sich telefonisch beim Fahrpersonal melden und dann abgeholt werden. Ansonsten fährt der Bus nur noch bis zur Haltestelle Birkelbach Bahnhof, was für Hin- und Rückfahrt eine Ersparnis von rund sechs Kilometer ausmacht.

Ganz wichtig: Der Erndtebrücker Bürgerbus ist unfallfrei durch das Jahr 2016 gekommen. Auch die Sonderfahrten für den SGV und den Seniorennachmittag wurden positiv angenommen. Der Jahresbericht von Kassiererin Renate Theiler wurde von der Versammlung wohlwollend zur Kenntnis genommen, da bei den Zahlen ein Plus zu verzeichnen war. Somit steht die Kasse auf soliden Füßen, auch die Kassenprüfer konnten keine Beanstandung finden. Der Vorstand wurde auf Antrag der Kassenprüfer einstimmig entlastet. Beim Tagesordnungspunkt Wahlen wurde Eberhard Kühl für zwei Jahre einstimmig zum neuen Kassenprüfer bestimmt. Zum Abschluss bedankte sich der Vorsitzende bei allen Gönnern, Unterstützern, Sponsoren und bei vielen kleinen, sowie auch sehr großzügigen Spendern – darunter Anke Kaiser – und schloss die Hauptversammlung.

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