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12.01.2016 08:44
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 Christian Piel sucht als Patent-Scout der Universität Siegen Erfinderinnen, Erfinder und ihre „zündenden“ Ideen und hilft bei Meldung und Vermarktung. Foto: Uni

Christian Piel sucht als Patent-Scout der Universität Siegen Erfinderinnen, Erfinder und ihre „zündenden“ Ideen und hilft bei Meldung und Vermarktung. Foto: Uni

Als Patent-Scout an der Uni

Auf der Suche nach Erfindungen

sz - An der Uni Siegen gibt es im Durchschnitt jeden Monat eine Erfindungsmeldung. „Das ist für eine Universität dieser Größe sehr gut – aber noch ausbaufähig“, findet Christian Piel. Er ist Patent-Scout an der Universität Siegen. Im Mai vorigen Jahres hat der 38-Jährige seine Aufgabe übernommen – eine neue Stelle an der Hochschule im Dezernat 3.1 „Justiziariat und Patente“. Piel beschäftigt sich ganz gezielt mit Erfindern und Erfindungen an der Uni Siegen.

Warum Patente wichtig sind

„Das Thema ist für Universitäten wichtig, denn Patente bringen Renommee, manchmal auch Geld und oft die Chance auf neue Forschungsprojekte“, fasst Piel zusammen. Er kommt aus Bonn und ist von Haus aus Philosoph – „mit großem Interesse an technischen Dingen“, fügt er lächelnd hinzu. Jura hat er auch mal studiert, und als Sachbearbeiter für Patente verfügt er über die fachspezifischen Kenntnisse, um Wissenschaftlern die Wege zur Patentierung zu ebnen und um über Schutzrechte zu informieren. 

Forschen für‘s Patent

Die Uni Siegen beteilige sich an dem Verbundprojekt, das zunächst bis 2017 laufen soll. Es gehe um Beratung und Hilfestellung bei der Erfindungsmeldung, aber auch um die Erschließung von Know-how. „Nicht jeder Wissenschaftler kommt auf die Idee, seine innovative Forschungsarbeit zum Patent anzumelden oder scheut sogar davor zurück, wegen der Formalitäten oder möglicher Kosten“, erklärt Piel. Genau hier möchte der Patent-Scout Aufklärungsarbeit leisten: mit Infoveranstaltungen, regelmäßigen Sprechstunden und der neuen Homepage.

Vorsicht bei Erfindungen

Grundsätzlich liegen die Patent- und Verwertungsrechte bei Erfindungen von Beschäftigten bei der Universität. „Bei Studierenden ist es anders“, erklärt Piel. „Sie müssen Erfindungen nicht melden, können aber den Service der Universität bei einer Patentmeldung auch nutzen.“ Das habe den Vorteil, dass die „Melder“ bei diesem Prozedere – auch bei juristischen Fragen – begleitet würden und Kosten sparten. „Ich empfehle sehr frühzeitig, über Patentfragen nachzudenken und sich beraten zu lassen, um nicht in Fallen zu tappen, die später einer Patentierung im Wege stehen, zum Beispiel eine vorzeitige Veröffentlichung“, so Piel. Eine Erfindung muss nämlich eine absolute Neuheit sein. Sobald sie – wie es juristisch heißt – schon „offenbar gemacht“ wurde, kommt sie für ein Patent nicht mehr in Frage.

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