Kultur
16.04.2014 14:29
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 Falk von Traubenberg stellt in der Art-Galerie Siegen aus. Foto: ne

Falk von Traubenberg stellt in der Art-Galerie Siegen aus. Foto: ne

Ausstellung von Falk von Traubenberg

Bilder von sich selbst

ne - Wie doch die Kunst die Räume verändert: Erst neulich atmeten die grau und grün gestrichenen Ausstellungsräume der Art-Galerie bunte, pastose Peinture von Erda Müller-Bigell, wirbelten Farbräusche in ihnen, nun strahlen sie klinische Kühle aus, wirft Neonlicht Künstlichkeit auf augenscheinlich sterile Versuchsanordnungen. Galeristin Helga Oberkalkofen findet ja stets interessante Kunstschaffende, die, obschon oft international erfolgreich, in der Region noch nie zu sehen waren – und mit dem Hamburger Foto- und Konzeptkünstler, diplomierten Architekten und gelernten Architekturfotografen Falk von Traubenberg ist ihr wiederum ein solcher Fang gelungen. Dessen Ausstellung „Selbstsicht/Portraits im Kunstlicht“ läuft bis zum 21. Juni 2014.

Von Traubenberg interessiert sich für Selbstinszenierungen

Von Traubenberg, 1971 in Bensheim geboren, interessiert sich in seinen unikalen oder in Kleinstauflagen edierten Arbeiten für die aktuellen medialen Selbstinszenierungen in Serie, für das Portrait als Bandbreite charakterlicher Eigenschaften und körperlicher Ansichten, für Archivierung von Wirklichkeiten als serielles künstlerisches Prinzip. Das klingt verkopft, führt aber zu interessanten ästhetischen Lösungen. Von Traubenberg stellt zum Beispiel Hunderte Diapositive einer zu Portraitierenden her, füllt damit ein Einmachglas und erfüllt so einen Portraitauftrag, indem er die ganze Session, die gelungenen wie die verdorbenen Abzüge konserviert und archiviert – und der Kundin verschlossen übergibt, die ihrerseits schriftlich bestätigen muss, das Glas niemals zu öffnen, sich die Dias nie anzusehen. Ein Konzept der ungesehenen, aber existenten Bilder.

Die „Eigenkreativität“ eines Scanners

Daneben untersucht von Traubenberg neue Möglichkeiten der Bildherstellung, experimentiert mit der sogenannten „Eigenkreativität“ von Scannern und Computer-Logarithmen, integriert deren „Kopierfehler“, deren nicht steuerbare Farb- und Formverfälschungen in sein Bildkonzept, das dann zum Beispiel selbstgeschriebene Texte zu geometrischen Rastern mutiert.

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