Lokales
18.10.2016 18:56
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 Das Thema Windenergie ist für die Hesselbacher durch den vorhandenen Windpark keineswegs neu. Für die Bürgerinitiative steht allerdings fest, dass nicht auch noch die drei Anlagen von NWind hinzu kommen sollen. Foto: Holger Weber

Das Thema Windenergie ist für die Hesselbacher durch den vorhandenen Windpark keineswegs neu. Für die Bürgerinitiative steht allerdings fest, dass nicht auch noch die drei Anlagen von NWind hinzu kommen sollen. Foto: Holger Weber

Gegen weitere Windräder in Hesselbach

Bürgerinitiative ist am Start

vö - Die Bürgerinitiative „Windkraft Stopp Bad Berleburg“ hat zuletzt durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit viel Staub aufgewirbelt und mit ihren Veranstaltungen ein großes Publikum angezogen. Zum jüngsten Mittwoch-Treffen in Berghausen konnten die Gegner von Windenergie im Rothaargebirge auch Gäste aus Hesselbach begrüßen.

Aus gutem Grund: Denn in der Bad Laaspher Ortschaft sitzt eine neue Bürgerinitiative gegen weitere Windräder nahe der Ortschaft bereits in den Startlöchern. Wie die Siegener Zeitung erfuhr, soll am kommenden Mittwoch, 26. Oktober, um 19 Uhr im Hesselbacher Dorfgemeinschaftshaus eine Informationsveranstaltung stattfinden, zu der die gesamte Bevölkerung eingeladen ist.

Die Bürgerinitiative, die sich in den vergangenen Monaten bereits in zahlreichen Treffen mit der Problematik beschäftigt hat, verfolgt ein klares Ziel. Die Hesselbacher wollen die drei Windenergieanlagen verhindern, die der Windradbauer NWind im Bereich von Hesselbach, Fischelbach und Achenbach errichten will (die Siegener Zeitung berichtete exklusiv). Eine Sprecherin von NWind bekräftigte jüngst im SZ-Gespräch die Investitionsplanungen – trotz des eindeutigen Vetos von Rat und Verwaltung der Stadt Bad Laasphe. Die Politik teilte die Auffassung der Verwaltung einstimmig, dass hier eine „nicht hinnehmbare Umzingelung von Hesselbach“ erfolgen würde.

Das sieht das Unternehmen naturgemäß anders: Die Feststellung, dass es sich um eine Umzingelung handele, könne man nicht teilen. Zwei der geplanten Anlagenstandorte befänden sich südöstlich der Ortschaft Hesselbach unmittelbar an der Grenze zu Hessen. Der dritte Standort liege südlich von Hesselbach und östlich von Fischelbach. Der Abstand zur Grenze betrage auch hier weniger als einen halben Kilometer. „Alle drei Anlagen werden nicht im Wald, sondern auf Ackerflächen geplant“, betonte eine Unternehmenssprecherin vor wenigen Tagen.

So weit soll es nach Ansicht der Bürgerinitiative erst gar nicht kommen. „Wir müssen jetzt voll angreifen, weil wir das so nicht hinnehmen werden“, sagte die Hesselbacherin Dagmar Weiß im SZ-Gespräch. Denn: Mit dem bereits vorhandenen Windpark Bad Laasphe/Hesselbach – hier stehen insgesamt acht Anlagen – sei das Maß für Hesselbach eigentlich schon mehr als erfüllt. Vor diesem Hintergrund habe man sich jetzt zusammengetan, um Interessen der Bürger auf einer breiten Basis zu vertreten. Aus Sicht der Bürgerinitiative sei leider die Stadtverwaltung nicht so wach gewesen, wie man sich das als Bürger eigentlich wünschen würde. Daher werde man auch die Öffentlichkeitsarbeit in die eigene Regie übernehmen. Dagmar Weiß: „Zu der Veranstaltung sind natürlich auch Bürger aus anderen Ortschaften eingeladen.“

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