Lokales
21.03.2015 16:12
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 Erster Gratulant nach der Wiederwahl von Dr. Josef Rosenbauer als Kreisvorsitzender der CDU war Landrat Michael Lieber. Foto: thor

Erster Gratulant nach der Wiederwahl von Dr. Josef Rosenbauer als Kreisvorsitzender der CDU war Landrat Michael Lieber. Foto: thor

 Kreisverband Altenkirchen

CDU bestätigt Rosenbauer

thor  -  Mit einem „verschleißfreien“ Ergebnis ist am Samstag Dr. Josef Rosenbauer beim Parteitag in Rosenheim als Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Altenkirchen bestätigt worden: Er erhielt 131 von 135 gültigen Stimmen (96 Prozent). Dieses Prädikat hat der Kirchener deshalb verdient, weil er bereits seit 17 Jahren die Christdemokraten führt – eigentlich eine Zeitspanne in der Politik, wo sich gewisse Abnutzungseffekte auch in Wahlergebnissen niederschlagen. Und Rosenbauer hat in der Tat schon deutlich schlechtere Wiederwahlen erlebt.

Uwe Geisinger neuer Schatzmeister

Neben Rosenbauer wurde der komplette Kreisvorstand neu gewählt. Dabei musste sich Rosenbauer auch von einem „Pfeiler der Kreispartei“ verabschieden: Nach 28 Jahren im Amt stand Hermann-Josef Selbach (Wissen) als Schatzmeister nicht mehr zur Verfügung. Sein Erbe tritt nun der Herdorfer Uwe Geisinger an. 

„Landesregierung muss abgewählt werden“ 

Nach einem Rückblick auf die Bundestags - und die Kommunalwahl hatte der Kreisvorsitzende zuvor die knapp 140 Delegierten auf die Arbeit der nächsten Monate eingestimmt und grundsätzliche Überlegungen zur Parteiarbeit im AK-Land geäußert. Keine Frage: Auch die Christdemokraten werden sich zunächst ganz auf die Landtagswahl im März nächsten Jahres konzentrieren. „Diese Landesregierung muss endlich abgewählt werden. Die SPD hat dieses wundervolle Land abgewirtschaftet und in die Pleite geführt“, sagte Rosenbauer. Die eigenen Ansprüche lauten demnach wie folgt: „Beide Wahlkreise müssen wieder direkt gewonnen werden“, betonte Rosenbauer.

Durchschnittsalter der Mitglieder: 61 Jahre

Rosenbauer gewährte am Samstag aber auch seltene Einblicke in sein Seelenleben als Kreisvorsitzender. Denn auch die CDU, die sich gerne und oft als „die Kreispartei“ bezeichnet, leidet unter Mitgliederschwund und Überalterung. Derzeit sind noch 1593 Christdemokraten in 23 Ortsverbänden organisiert, das Durchschnittsalter liegt bei 61 Jahren. Rosenbauer verwies auf die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft und eine kaum noch vorhandene Bereitschaft der Menschen, dauerhafte Bindungen einzugehen.

„Wir müssen wieder mehr diskutieren“

„Als Kreisvorsitzender ist es nicht immer ganz einfach, die Enden noch zusammenzuhalten“, gestand Rosenbauer. Oft werde man aufgefordert, Anregungen zu geben und sich einzumischen. Doch gewünscht seien dann oft nur Vorschläge, die den eigenen Vorstellungen entsprechen würden. So rief der Kirchener seine Parteifreunde dazu auf, eine neue Diskussionskultur zu entwickeln und dabei auch zu streiten: „Wir müssen wieder mehr diskutieren.“ Parallel dazu will man in den nächsten Monaten die Mitgliederakquise verstärken. 

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