Lokales
15.11.2017 08:44
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 Ortsbesichtigung beim Runden Tisch in Bad Berleburg: Bürgermeister Bernd Fuhrmann (l.) im Gespräch mit Einrichtungsleiter Klaus Dieckmann – hier im neu gestalteten Spielzimmer. Foto: Martin Völkel

Ortsbesichtigung beim Runden Tisch in Bad Berleburg: Bürgermeister Bernd Fuhrmann (l.) im Gespräch mit Einrichtungsleiter Klaus Dieckmann – hier im neu gestalteten Spielzimmer. Foto: Martin Völkel

Erstaufnahme-Einrichtung

DRK in der Verantwortung

vö - Es war ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Runder Tisch zur Flüchtlingssituation in Bad Berleburg: Die 24. Auflage stand gestern Abend ganz im Zeichen einer Ortsbesichtigung der Erstaufnahme-Einrichtung am Spielacker. Hintergrund: Alle an der Flüchtlingsarbeit in der Odebornstadt Beteiligten wollten sich vor Ort ein Bild davon machen, wo genau die rund 1,5 Mill. Euro des Landes NRW in Optimierungen in die Einrichtung investiert worden waren.

Und: Der besagte Runde Tisch war zugleich die Abschiedsveranstaltung für Angelika Winkler. Die Fachbereichsleiterin im Bad Berleburger Rathaus wechselt im März in den Ruhestand und wird dann von Regina Linde abgelöst (die Siegener Zeitung berichtete). Bürgermeister Bernd Fuhrmann lobte Angelika Winkler für ihre Bereitschaft, „unseren Weg mitzugehen“. Noch bevor im Jahr 2013 der erste Flüchtling in Bad Berleburg eingetroffen sei, habe der erste Runde Tisch stattgefunden. Die Kollegin stehe für „eine Verlässlichkeit in der Ansprache“. Die Fachbereichsleiterin gab die Blumen gerne zurück und bedankte sich im voll besetzten Saal für „die gute und konstruktive Zusammenarbeit in vielen Jahren“: Denn: „Wir haben alle an einer guten Sache gearbeitet.“

Arbeitsverträge wurden um zwei Jahre verlängert

An der besagten guten Sache wird auch weiterhin das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mitarbeiten. Ina Ludwig, Pressesprecherin der DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe, sagte gestern am Runden Tisch, „dass wird das Ausschreibungsverfahren für uns entscheiden konnten“. Das habe zur Folge, dass auch die Arbeitsverträge mit den Mitarbeitern um zwei Jahre verlängert werden könnten. Der Ende Januar endende Vertrag mit dem Land Nordrhein-Westfalen werde um zwei Jahre verlängert. Mit im Boot sei künftig auch das DRK Nordrhein – gemeinsam sei die Tochtergesellschaft DRK-Flüchtlingshilfe NRW gegründet worden. Erklärte Zielsetzung sei es, die Flüchtlingshilfe in NRW enger zusammen zu bringen und Kompetenzen mehr zu bündeln. Ina Ludwig weiter: „Wir möchten uns im Sinne der Geflüchteten landesweit noch besser vernetzen.“ Mit einer veränderten Leistungsbeschreibung gehe allerdings auch die Tatsache einher, dass die Betreuungsleitung neu ausgeschrieben werde. Die kommissarische Leiterin Julia Knoche und ihre Stellvertreterin Tina Adam blieben der Einrichtung zwar erhalten, nicht allerdings in der bisherigen Funktion.

Einiges ist in Bewegung gekommen

Im Rundgang zuvor hatte Klaus Dieckmann, verantwortlicher Einrichtungsleiter der Bezirksregierung Arnsberg, deutlich gemacht, „dass sich in der Einrichtung viel verändert hat und einiges in Bewegung bekommen ist“. Zur Erinnerung: Das Land NRW hatte rund 1,5 Mill. Euro in die Hand genommen, um die frühere Rothaar-Klinik für eine maximale Belegungszahl von 500 Menschen zu optimieren und Veränderungen im Außenbereich vorzunehmen. Klaus Dieckmann sagte, dass sich am gestrigen Dienstag 148 Bewohner in der Einrichtung aufhielten, die durchschnittliche Verweildauer liege bei 20 Tagen. Was noch bevorstehe, sei der Bau einer neuen Bushaltestelle, die die An- und Abreise der Flüchtlinge erleichtere. Denn: Ab Montag, 4. Dezember, würden alle Flüchtlinge für NRW zentral in Bochum registriert.

Die SZ wird in der morgigen Ausgabe noch detailliert über die Baumaßnahmen in der früheren Klinik berichten.

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