Kultur
29.12.2016 15:16
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 David Readman von Demon´s Eye gab bei Rock Between The Days seinen letzten Gig mit der Band. Foto: sib

David Readman von Demon´s Eye gab bei Rock Between The Days seinen letzten Gig mit der Band. Foto: sib

„Rock Between The Days“ in der Dreisbachhalle

Deep Purple traf auf AC/DC

sib - Je größer die Marshall-Boxen-Türme, desto fetter die Gitarren-Riffs. Nach dieser ehernen Rock-Regel verfuhren die beiden Bands, die bei der elften Auflage von „Rock Between The Days“ die Menschenmasse in der ausverkauften Dreisbachhalle in Dreis-Tiefenbach bespaßten. Deep Purple traf auf AC/DC, die Tribute-Bands Demon´s Eye und Ballbreakers spielten zum gediegenen „Headbangers Ball“ auf. Frank Kretschmer von Netphen Events hatte erneut zugeschlagen und dem nach allerhand Besinnlichkeit und Gänsekeulen nunmehr nach derber Beschallung und Bewegung lechzenden Partyvolk mal wieder eine ordentliche Ladung solider Gitarren-Bretter und strammer Schlagzeug-Wände serviert, garniert mit Rock-Goldkehlchen vom Allerfeinsten.

David Readman zum letzten Mal bei Demon‘s Eye

Mit Demon’s Eye konnte der Eventmanager nichts falsch machen, schon vor zwei Jahren spielte die Siegerländer Combo bei „Rock Between The Days“, und auch diesmal kamen die Zuhörer wieder in den Genuss einer Band, die europaweit ganz vorne bei den Deep-Purple-Tributern mitspielt. Ausnahmslos jeder in der Band beherrscht sein Instrument aus dem Effeff, und David Readman am Mikro ist ein akustisches Laser-Schwert. Kleiner Wermutstropfen für die Konzertbesucher: Der Shouter spielte an diesem Abend seinen letzten Gig mit Demon’s Eye, nach gut vier Jahren geht man musikalisch getrennte Wege. Ab 2017 wird Daniele Gelsomino, ebenfalls aus dem Siegener Raum, den Job am Mikrofon übernehmen.

Erinnerung an Olaf Herrmann - Freund, Fahrer, Roadie

Beim Konzert in der Dreisbachhalle widmeten die Jungs den Titel „Catch The Rainbow“ ihrem in diesem September verstorbenen Freund, Bandbusfahrer und Roadie Olaf Herrmann. Ganz professionell, wie sie nun mal sind, ließen sie sich von diesem traurigen Ereignis nicht in ihrer Bühnenshow beeinflussen und lieferten einmal mehr ab, was das Zeug hält: „Child In Time“, „Perfect Strangers“ oder auch „Hush“ – Augen zu und einfach abrocken, als wären die Originale mit ihren zeitlosen Mega-Hits selbst auf der Bühne.

Ballbreakers gaben Debüt im Netpherland

Nach satten zwei Stunden war das Publikum schon mal ordentlich aufgeheizt, bereitete aber, offenbar keineswegs geschwächt, auch den Düsseldorfer AC/DC-Verehrern von Ballbreakers einen herzlich-rockigen Empfang. Nahezu nonstop feuerte diese Fünferkonstellation, erstmals im Netpherland, aus dem Repertoire der australischen Kultband einen Kracher nach dem anderen ab – ein heftiges Vier-Viertel-Feuerwerk für die schweißgebadete Menschenmasse vor der Bühne. Mit Original-Equipment und -Performance arbeiteten sich die Jungs von Ballbreakers durch 40 Jahre Erfolgsgeschichte rund um Bon Scott und Brian Johnson. Dabei fehlte nichts, weder die Schiebermütze auf dem Haupt von Sänger Martin Stölzel, der wunderbar heulte und kreischte, noch die Schuluniform und das markante Gehopse à la Angus Young von Lead-Gitarrist Köbes Timmermann, der für drei Sekunden den blanken Hintern in die Menge hielt.

Vorfreude schon aufs nächste „Rock Between The Days“

Wahrlich, wahrlich, es ging ein wahrer „Thunderstruck“ hernieder, der die Gäste mitten auf den „Highway To Hell“ katapultierte, der solide mit „T. N. T.“ freigesprengt wurde. Mehr Rock geht kaum noch. Im Zugabenblock setzte es noch „For Those About To Rock“, mit ordentlichem Donnerschlag aus den beiden Kanonen auf der Bühne. Die meisten Besucher verließen mit einem seligen Grinsen im Gesicht das Party-Areal. Man freut sich schon auf die nächste Auflage von „Rock Between The Days“.

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