Lokales
29.01.2014 12:00
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 Um dieses Denkmal im Park des Oberen Schlosses in Siegen geht es. Es soll zu einem Denkmal für die Flüchtlinge dieser Welt „umtransformiert“ werden. Archivfoto: ph

Um dieses Denkmal im Park des Oberen Schlosses in Siegen geht es. Es soll zu einem Denkmal für die Flüchtlinge dieser Welt „umtransformiert“ werden. Archivfoto: ph

Bund der Vertriebenen

Denkmal soll verändert werden

kalle - Der Kreisvorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Hans-Heinrich Thomas, ist sehr verbittert über die Idee des Kölner Historikers Dr. Hans Hesse, das 1968 mit Spenden der Wirtschaft aufgebaute Denkmal „Vergesst nicht den Deutschen Osten“ umzufunktionieren. „Ich bin ziemlich empört und finde es sehr unanständig, dass die Veranstalter – ohne mit uns einmal zu sprechen – jetzt das Denkmal für eine andere Darstellung öffnen wollen!“ Der Kreisvorsitzende hat gehandelt und eine für kommende Woche terminierte Vorstandssitzung auf heute vorgezogen. „Wir werden dort entscheiden, wie wir reagieren werden“, so Thomas im Gespräch mit der Siegener Zeitung.

Hintergrund: Am kommenden Donnerstag findet im Krönchen-Center eine Vortragsveranstaltung statt. Sie wird getragen von der städtischen Volkshochschule, dem Stadtarchiv, der Geschichtswerkstatt und dem Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein. Wie die Veranstalter in ihrer Einladung ausführen, ist das Denkmal in der Oberstadt eines der über 1200 Denkmäler in Deutschland, die an die Thematik „Flucht und Vertreibung“ erinnern. Es sei aber eines der vielen, deren Symboliken – und wie im Fall des Siegener Denkmals – Inschriften mitunter falsche Assoziationen wecken oder/und nicht mehr verstanden werden. 

Die Veranstaltung will die Geschichte dieses Denkmals und die spezielle Problematik der so genannten Vertriebenen-Denkmäler in der BRD thematisieren, zugleich jedoch soll der Versuch unternommen werden, die Frage zu beantworten, wie ein Flüchtlingsdenkmal heute aussehen könnte. Hierzu wurde der Künstler Ralf Witthaus gebeten, Ideen zu entwickeln. Die Idee, die dahinter steht, ist, das Denkmal, welches an die schweren und brutalsten Leiden der Flüchtlinge aus den Ostgebieten bis jetzt erinnert, zu einem Denkmal unter dem Leitspruch „Vergesst nicht die Flüchtlinge dieser Welt“ umzutransformieren, wie es schön heißt.

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