Lokales
26.08.2015 10:31
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 Die Windkraft-Projektfirma Juwi hatte wohl schon so eine Ahnung, dass der Weiterbau der sieben Anlagen des Windparks Fischelbach/Sohl zu voreilig wäre. Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat im Eilverfahren dem Antrag der LNU stattgegeben. Foto: Holger Weber

Die Windkraft-Projektfirma Juwi hatte wohl schon so eine Ahnung, dass der Weiterbau der sieben Anlagen des Windparks Fischelbach/Sohl zu voreilig wäre. Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat im Eilverfahren dem Antrag der LNU stattgegeben. Foto: Holger Weber

Verwaltungsgericht entspricht dem LNU-Antrag

Der Windpark droht nun zu kippen

vö/bw - Ein Bau der insgesamt sieben Windkraftanlagen im Windpark bei Fischelbach ist fraglicher denn je. Denn das Verwaltungsgericht Arnsberg hat mit seiner Entscheidung vom 12. August der Klage im Eilverfahren der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) gegen die Baugenehmigung des Kreises Siegen-Wittgenstein stattgegeben. Entsprechende SZ-Informationen bestätigte Klaus Buter, Pressereferent des Verwaltungsgerichtes, am Dienstagnachmittag auf Anfrage: „Im Klartext heißt das, dass alle Arbeiten gestoppt sind, so lange dieser Beschluss wirksam ist.“ Die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen die Genehmigung der sieben jeweils 220 Meter hohen Windräder behalte damit ihre Gültigkeit.

Erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes

Klaus Buter wies allerdings darauf hin, dass diese Entscheidung unabhängig vom Hauptverfahren zu sehen sei, das noch parallel laufe. In Sachen Eilverfahren argumentiere das Verwaltungsgericht, dass einiges dafür spreche, dass der Widerspruch der LNU Aussicht auf Erfolg haben werde. Und: Die erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes werde nicht durch die Privilegierung der Windenergieanlagen im Außenbereich aufgehoben – anders als dies der Kreis Siegen-Wittgenstein argumentiere.

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung erzwingen

Mit dem Vorstoß und dem Eilverfahren wollte die LNU nicht zuletzt eine Umweltverträglichkeitsprüfung erzwingen (die Siegener Zeitung berichtete). Ziel: Es sollten weitere Tierschutzbelange geprüft werden, um den Windpark über diese Schiene möglicherweise komplett zu verhindern. Der Faktor Zeit könnte ohnehin gegen den Projektbetreiber, die Firma Juwi, sprechen. Denn bereits seit Monaten ist auf der Baustelle zwischen Fischelbach und Sohl nichts mehr passiert.

Windpark sollte im Herbst 2014 ans Netz gehen

Dabei hatte die Firma noch im März 2014 vollmundig angekündigt, „dass Juwi sauberen Windstrom nach Bad Laasphe bringt“. Die Stromversorgung von rund 13.000 Haushalten sei ein weiterer wichtiger Schritt für die Energiewende. Noch im Herbst 2014 sollte der Windpark ans Netz gehen. Die sieben Anlagen des Typs Vestas V112 sollten über eine Gesamtleistung von 21 Megawatt verfügen. Und: „Für Juwi ist es schon der achte Windpark in Nordrhein-Westfalen und für das Land somit ein weiterer Baustein zur Umsetzung der Energiewende.“

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