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02.01.2017 13:29
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 Der Stau auf der Kirchener Lindenstraße ist für viele Autofahrer längst zur lästigen Gewohnheit geworden. Wie lange er noch anhält, wird maßgeblich von der Witterung abhängen. Foto: damo

Der Stau auf der Kirchener Lindenstraße ist für viele Autofahrer längst zur lästigen Gewohnheit geworden. Wie lange er noch anhält, wird maßgeblich von der Witterung abhängen. Foto: damo

Bauarbeiten setzen frostfreie Tage voraus

Der Winter sollte Urlaub machen

damo - Insbesondere Anfang Februar sind die Arbeiter auf der Siegbrücken-Baustelle dringend auf die passende Witterung angewiesen. Das erklärte am Montag Dr. Kai Mifka vom Landesbetrieb Mobilität (LBM).

Im Gespräch mit der SZ führte der Brückenspezialist des LBM aus, dass Anfang Februar die Oberseite der Brücke in Angriff genommen werden solle. Und das setze voraus, „dass es mehrere Tage lang trocken und frostfrei bleibt“.

Klingt erst einmal harmlos – aber leider meint Mifka mit „mehrere Tage“ mindestens eine, besser sogar zwei Wochen. Und auch in den Nächten sollte in dieser Phase das Thermometer möglichst nicht unter die 0-Grad-Marke fallen.

Warum auf der Baustelle eine Winterpause unverzichtbar ist, hat Mifka schnell erklärt: Zuerst muss die Brückenoberseite abgedichtet werden, und zwar mit Bitumenschweißbahn. Diese Arbeiten setzen laut Mifka einen trockenen Untergrund voraus. Danach sollen die Brückenkappen einbetoniert werden. „Bei Frost würde die Struktur des frischen Betons zerstört. Den können Sie anschließend zusammenkehren.“ Und dann steht – zu schlechter Letzt – noch das Asphaltieren und damit erneut eine höchst wetterabhängige Arbeit auf dem Programm.  „Wenn es dabei allzu nass ist, entsteht kein Verbund mit dem Untergrund“, erklärt Mifka. Und Kälte mache es den Arbeitern praktisch unmöglich, den Asphalt ordentlich zu verdichten: „Der Asphalt erstarrt dann zu schnell, um ihn mit der Walze richtig anzudrücken.“

Also lautet Mifkas Fazit: „Zwei Wochen ohne große Kälte und Niederschläge wären wichtig.“ Ginge es nach dem LBM, würde der Winter seine 14-tägige Auszeit Anfang Februar nehmen. Bis dahin nämlich gibt es noch genügend Aufgaben zu erledigen, bei denen es nicht in so hohem Maß auf das Wetter ankommt – vor allem im Inneren des Betonbauwerks. Auch auf der Unterseite der Brücke könne weitgehend witterungsunabhängig gearbeitet werden, sagte Mifka. Nur auf der Oberseite müsse man einfach auf günstige äußere Bedingungen hoffen.

Dass mit ihm viele, viele Autofahrer im AK-Land die Daumen drücken, ist Mifka übrigens sehr wohl bewusst: „Wir wissen um die Bedeutung dieser Brücke. Wir tun alles, was geht.“ 

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