Lokales
30.01.2015 14:35
Drucken Vorlesen Senden
Wildkamera fotografierte Wolf (Galerie)

Der Wolf ist zurück im Siegerland!

sz - In Nordrhein-Westfalen gibt es einen zweiten Nachweis eines Wolfes innerhalb eines Monats. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium bestätigte nun, dass im Kreis Siegen-Wittgenstein am 22. Januar eine Wildkamera in einem Waldgebiet am Pfannenberg einen Wolf festgehalten hat. Der dort ansässige Jäger wollte mit ausgelegtem Fleisch Füchse anlocken und mit seiner Wildkamera Selbstauslöser-Fotos von diesen machen. Bereits 2013 waren dem Jäger in diesem Revier insgesamt vier gerissene Rehe mit wolfstypischen Bissspuren aufgefallen. 

Speichelproben an Speziallabor

Geprüft wurden die Bilder durch das „Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland“ (LUPUS) in Spreewitz. Zur weiteren Abklärung der Ergebnisse wurden Speichelproben zur Untersuchung an ein Labor für Wildtiergenetik überstellt. Sollten ausreichend verwertbare DNA-Spuren vorhanden sein, könnten sich aus den Ergebnissen etwa feststellen lassen, ob es sich im Kreis Siegen-Wittgenstein um dasselbe Tier handelt, das bereits Ende Dezember im Kreis Minden-Lübbecke identifiziert worden war.

Weiterer Fall im Kreis Minden-Lübbecke

Erst vor einer Woche hatte das NRW-Umweltministerium bestätigt, dass es sich bei den DNA-Spuren, die Ende Dezember im Kreis Minden-Lübbecke genommen wurden, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen Wolf handelt. Es konnte zwar noch nicht endgültig geklärt werden, ob es sich bei diesem Wolf um eine dauerhafte Rückkehr in der Grenzregion zu Niedersachsen oder um ein durchziehendes Tier handelt. Dies werden weitere Wolfs-Beobachtungen klären müssen.

Letzter Wolf in NRW wurde 1835 erlegt

Auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen galt der Wolf seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgerottet. Ein genaues Aussterbejahr lässt sich allerdings nicht mehr genau rekonstruieren. 1835 wurde in Ascheberg-Herbern (Westfalen) das letzte Mal die Erlegung eines Wolfes auf dem Gebiet des heutigen NRW dokumentiert, im Rheinland Ende des 18. Jahrhunderts bei Hilden. Aus dem Winter 1963/1964 soll es einen Abschuss eines einzelnen Wolfes in NRW bei Bergheim gegeben haben.

Über die Herkunft des Tieres ist hingegen nichts bekannt. Zuletzt überquerte Ende 2009 ein einzelner Wolf aus dem angrenzenden Reinhardswald in Nordhessen einmalig die Grenze von NRW (Kreis Höxter). Hierbei handelte es sich jedoch um ein durchziehendes Tier.

Der Wolf ist zurück im Siegerland. Das dokumentiert dieses Foto einer Wildkamera. Foto: Ministerium
Der Wolf ist zurück im Siegerland. Das dokumentiert dieses Foto einer Wildkamera. Foto: Ministerium
SOCIAL BOOKMARKS
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

Weitere Lokalnachrichten

 

Steine statt Handys gekauft

Zwischen Haft und Freispruch

Kreuztal sauer und optimistisch

Kleine „Indianer“ feierten

„Amerikaner“: Achtung, ätzend!

Baufirma weist Vorwürfe zurück

Aktuelle Fotostrecken

„Feuerfest“ der Freudenberger Feuerwehr

Ausgebüxter Bulle stand in der Sieg

29. SZ-Radwanderung

Bombendrohung erwies sich als Fehlalarm

- Anzeige -

Sportnachrichten

 

Ferndorf siegt im Spaziermodus

Schock für Ferndorf: Brauer fällt länger aus

TuS Ferndorf ringt Rhein-Neckar Löwen alles ab

Olympia-Glanz in Kreuztal

Aktuelle Videos

Küchenbrand in Siegen-Hain

Airport als Testgebiet

Feuerfest der Freudenberger Feuerwehr

Kurdische Kundgebung in Siegen

Aus aller Welt

 

Kuntz als neuer U21-Trainer vorgestellt

Kulturnachrichten

 

Zum 23. Mal: Literaturpflaster

Peter Sodann liest Bertolt Brecht

Schauspielen mit Sarah Besgen

Rock mit neuer Hoffnung