Lokales
11.10.2017 10:48
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 Diese Botschaft ist kaum falsch zu interpretieren: An der Bundesstraße 62 in Erndtebrück warnen Hinweisschilder in beiden Richtungen vor der Gefahrenstelle auf dem Bahnübergang „Grünewald“ – eine Soforthilfe, weitere Maßnahmen sollen folgen. Foto: Timo Karl

Diese Botschaft ist kaum falsch zu interpretieren: An der Bundesstraße 62 in Erndtebrück warnen Hinweisschilder in beiden Richtungen vor der Gefahrenstelle auf dem Bahnübergang „Grünewald“ – eine Soforthilfe, weitere Maßnahmen sollen folgen. Foto: Timo Karl

Bahnübergang am Erndtebrücker „Grünewald“

Die Gefahr entschärfen

tika - Eberhard Zimmerschied atmete auf. „Es ist gut, dass dieser Schritt nun endlich gemacht ist“, erklärte der Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr des Landesbetriebs Straßenbau NRW. Zwei Warnhinweisschilder sollen die prekäre Verkehrssituation am Bahnübergang „Grünewald“ in Erndtebrück ab sofort spürbar entschärfen. „Wir erhoffen uns, dass wir die Gefahr damit deutlich verringern“, berichtete Eberhard Zimmerschied.

Nach einem schweren Unfall vor rund einem halben Jahr hatten der Landesbetrieb Straßenbau NRW, das Eisenbahnbundesamt, die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, die Gemeinde Erndtebrück sowie weitere Entscheidungsträger kurzfristig einen Ortstermin anberaumt. Im Rahmen dieser Besichtigung des Bahnübergangs an der Bundesstraße 62 hatten die Verantwortlichen entsprechende Maßnahmen diskutiert, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Die Notwendigkeit war durchaus gegeben, bei dem vorangegangenen Unfall war ein Pkw mit einem heranrollenden Zug kollidiert, der Autofahrer hatte sich schwere Verletzungen zugezogen. „Wir haben daraufhin überlegt, welche Sofortmaßnahmen wir ergreifen können, um die Situation zu verbessern“, rekapitulierte Eberhard Zimmerschied. Zur Diskussion gestanden hatte dabei auch eine Änderung der Vorfahrtsregelung, von der die Verantwortlichen letztlich allerdings abgesehen hatten.

Schilder drücken es ohne viel Worte aus

Stattdessen einigten sie sich auf die Installation der Warnhinweisschilder. Diese zeigen unter einem in Versalien geschrieben „Achtung“ ein Auto, das mit einem Zug kollidiert. Darunter ein Pfeil mit entsprechender Abbiegerichtung sowie die Entfernung bis dahin – 150 Meter auf der Strecke in Fahrtrichtung Erndtebrück, 200 Meter entfernt vom Bahnübergang steht das entsprechende Schild in Fahrtrichtung Lützel. „Die Schilder drücken ohne viele Worte aus, dass eine Gefahrenstelle beim Abbiegevorgang zu beachten ist – das sollte jeder verstehen können“, erklärte Eberhard Zimmerschied. Der Aufdruck der Schilder selbst ist eine Eigenkreation des Landesbetriebs Straßenbau NRW in Absprache mit den weiteren Beteiligten. Ursprünglich sollten die Warnhinweise längst entlang der Bundesstraße 62 installiert sein, allerdings war es zu Verzögerungen beim Hersteller gekommen. „Dadurch hat die Umsetzung nach dem schweren Unfall vor einem halben Jahr länger gedauert als ursprünglich geplant“, berichtete der Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr.

Signal- und Schrankenanlage angedacht

Das Ende der Fahnenstange ist damit allerdings nicht erreicht, mittel- und langfristig wollen die Verantwortlichen den Übergang durch eine Signal- und Schrankenanlage sichern – ähnlich dem Modell, das einige Kilometer weiter auf der Bundesstraße 62 in Saßmannshausen zum Tragen gekommen ist. Dort ist eine Rechtsabbiegerspur eingerichtet, die Verkehrsteilnehmer gen Bahnübergang führt. Bereits auf der Geraden ist eine Lichtsignalanlage installiert, direkt vor dem Übergang zudem eine Schranke. „Wir wollen auch in Erndtebrück mit einer solchen Variante arbeiten. Dazu wollen wir eine entsprechende Abbiegerspur auf die Straße bringen. Noch ist dies aber nicht möglich“, machte Eberhard Zimmerschied deutlich. Für dieses Vorhaben sind Grundstücksflächen notwendig, die die Gemeinde Erndtebrück zunächst käuflich erwerben muss.

„Die umgesetzten Maßnahmen zur besseren Sicherung des Bahnübergangs mittels Hinweisschildern begrüßen wir sehr. Weitere Maßnahmen zur Sicherung des Bahnüberganges werden im Zuge der stattfindenden Gespräche geprüft. Derzeit ist allerdings keine Maßnahme so hinreichend konkret, dass Sie unsererseits kommentiert werden kann“, teilte die Gemeinde Erndtebrück gestern auf SZ-Anfrage mit. Die Installation der Hinweisschilder betrachtete die Verwaltung dabei als einen „Baustein zur Verbesserung der Situation“. Eberhard Zimmerschied allerdings machte eines deutlich: „Ohne die notwendigen Grundstücksflächen ist die Umsetzung der geplanten Maßnahme nicht möglich, dazu fehlt schlichtweg der Raum. Baulich ist es auch nicht möglich, den Verlauf der Schienen grundsätzlich zu verlegen.“ Bis es zu einer endgültigen Lösung kommt, hofft er nun, dass die neuen Schilder dringend nötige Abhilfe schaffen.

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