Lokales
29.08.2016 20:24
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 In Hesselbach schauen die Bürger bereits auf mehrere Windkraftanlagen der Wittgenstein New Energy. Das Gebiet um Alertsberg, Wartholzkopf und Spreitzkopf, wo schon insgesamt acht Windräder stehen, soll eine von insgesamt drei Konzentrationszonen werden. Foto: Holger Weber

In Hesselbach schauen die Bürger bereits auf mehrere Windkraftanlagen der Wittgenstein New Energy. Das Gebiet um Alertsberg, Wartholzkopf und Spreitzkopf, wo schon insgesamt acht Windräder stehen, soll eine von insgesamt drei Konzentrationszonen werden. Foto: Holger Weber

Entscheidung im Bad Laaspher Bauausschuss

Drei Zonen für Windkraft gewählt

howe - So richtig glücklich sah niemand aus: Viele Fragezeichen standen den rund 20 Hesselbacher Bürgern noch auf der Stirn geschrieben. Und man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, als hätte der Laaspher Bau-, Denkmal- und Umweltausschuss irgendwie ein ungutes Gefühl – egal, wie er sich denn entschieden hätte. Mit dem Beschluss folgte der Fachausschuss am Montag einstimmig dem, was zuvor Planer Wolfgang Theofel vom Büro Speer und Partner sehr detailliert und für alle verständlich vorgetragen hatte.

Vorrangzonen sind schon bebaut oder beplant

Letztlich blieben bei allen Untersuchungen und nach Ausschluss sämtlicher harter und weicher Faktoren neun Konzentrationszonen. Von denen wählten die Fachleute drei Zonen aus, altbekannte übrigens. Zukünftig soll es gestattet sein, Windkraftanlagen auf der Vorrangzone Alertsberg/Wartholzkopf/Spreitzkopf zu bauen – nämlich dort, wo die Wittgenstein New Energy bereits acht Windräder hingestellt hat. Außerdem im Plan: Die Vorrangzone direkt an der hessischen Grenze hinter dem „Armen Mann“, wo die Wittgenstein New Energy von Ludwig Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg zwei weitere Anlagen installieren möchte. Und die dritte Zone wäre das Gebiet des Juwi-Windparks bei Fischelbach, der zurzeit das Genehmigungverfahren nochmal von vorne vollzieht. Mit seinem Beschluss hat der Bad Laaspher Bauausschuss erst den Anfang gemacht. Bauamtsleiter Werner Dieckhoff verriet, es handele sich lediglich um den ersten Schritt.

Offenlegung der Planungen erfolgt Anfang 2017

Die öffentliche Beteiligung stehe noch aus. Die vorgezogene Beteiligung ist für Oktober vorgesehen, danach sind die Planungsunterlagen für jeden bis Ende dieses Jahres einsehbar. Die Offenlegung erfolgt Anfang 2017. Werner Dieckhoff wies auch darauf hin, dass sich mit der Beschlusslage erst einmal nichts ändert. Will heißen: Einzelanlagen können weiterhin beantragt werden. Eine Absage erteilte der Ausschuss dem Vorhaben eines Investors, der zwischen Hesselbach und Fischelbach drei Windkraftanlagen bauen lassen will. Nach SZ-Informationen handelt es sich hier um zwei Hesselbacher Bürger, die die LEN Power GmbH aus Hannover ins Boot genommen haben sollen. Der Bauausschuss teilte die Auffassung der Verwaltung, dass hier eine „nicht hinnehmbare Umzingelung von Hesselbach“ erfolgen würde. Meinungsbildung fand in der Bauausschusssitzung eher wenig statt.

Fünf Kilometer um das Radar ist eine Tabuzone

Was besonders Prinz Wittgenstein übel aufgestoßen sein dürfte, war die Stellungnahme der Bundeswehr. Die hatte Wolfgang Theofel gegenüber unmissverständlich erklärt, dass um die Anlage am Ebschloh ein Radius von fünf Kilometer besteht, der absolut tabu für Windkraftanlagen ist. „Fertig!“, lautete das Fazit des Planers. Und weiter: „Ich möchte der Stadt raten, nicht in diesen Radius von fünf Kilometer hinein zu planen.“ Laut Stellungnahme der Bundeswehr sei eine Errichtung von Windrädern in diesem Schutzbereich „nicht zulässig.“ Damit könnte sich das Vorhaben der Wittgenstein New Energy erledigt haben, am Benfer Rücken Windkraftanlagen aufzustellen. Genau dieses Gebiet liegt nämlich in besagter Schutzzone.

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