Kultur
16.02.2017 12:39
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 Die Ehrlich Brothers beherrschen ihr Metier einfach meisterhaft. Der Magische Zirkel von Deutschland zeichnete die Andreas (l.) und Christian Reinelt nicht umsonst als Magier 2016 aus, wie das Publikum in der Siegerlandhalle am Mittwochabend feststellen konnte. Am Donnerstag stand eine zweite Show an. Foto: kaio

Die Ehrlich Brothers beherrschen ihr Metier einfach meisterhaft. Der Magische Zirkel von Deutschland zeichnete die Andreas (l.) und Christian Reinelt nicht umsonst als Magier 2016 aus, wie das Publikum in der Siegerlandhalle am Mittwochabend feststellen konnte. Am Donnerstag stand eine zweite Show an. Foto: kaio

Vorerst zum letzten Mal in Siegen

Ehrlich Brothers faszinierten

ba - Sie präsentieren ihre Show in großen Arenen, sie haben als erste Magier der Welt ein Fußballstadion gefüllt und damit nicht nur die bislang meisten Menschen bei einer Zaubershow vereint, sondern auch den Zaubertrick mit den meisten beteiligten Zuschauern präsentiert. Und nun waren sie am Mittwoch und am Donnerstag in der Siegerlandhalle, um dort magische Momente zu bescheren: Andreas und Christian Reinelt – in der magischen Welt besser bekannt als die Ehrlich Brothers. Leider war ihre neue Show „Faszination“ die wohl letzte in Siegen, denn die Halle ist schlicht und ergreifend zu klein, um den gigantischen Show-Acts der Brüder aus Bünde den benötigten Raum zu bieten. Wer den Lkw-Fuhrpark für das Equipment und die Busse für die Crew auf dem Parkplatz gesehen hat, kann sich vorstellen, warum das so ist. Doch noch ein letztes Mal ließen es die Ostwestfalen richtig krachen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn in der ausverkauften Halle gab es nicht nur pyrotechnische Elemente, sondern auch PS-starke Motoren mit kräftigem Sound.

Magische Spielereien

Erst einmal wurde allerdings „harmlos“ gezaubert. Andreas ließ Christian zur Handpuppe schrumpfen, Christian verblüffte, indem er die von einer Zuschauerin bestimmte farbliche Zusammenstellung seiner Kleidung vorhersagte, ein spaßiger „Kampf der Giganten“ wurde inszeniert, und letztendlich teleportierten die Brüder eine Gruppe Schwiegermütter durch die Halle. „Wie geht das denn?“, fragte sich mancher und verfolgte gebannt, wie Münzen durch den Glastisch wanderten und zerschnittene Seile sich wieder zusammenfügten. Ein bisschen erinnerten die magischen Spielereien an einen Kindergeburtstag für Erwachsene, bei dem Staunen und Verblüffung blieben, obwohl die Aktionen auf Leinwänden detailliert beobachtet werden konnten.

Ehrlich Brothers als Magier 2016 geehrt

Aus harmlos wurde gigantisch, denn wie man aus vermeintlich kleinen Dingen ein großes Spektakel inszeniert, das präsentierten die Illusionisten am Mittwoch par excellence, als sie aus einem kleinen Spielzeug-Gefährt unter einem wogenden Tuch einen acht Tonnen schweren und 2000 PS starken Monstertruck entstehen ließen. Spätestens jetzt wusste jeder, warum die Ehrlich Brothers die Auszeichnung als Magier 2016, die ihnen der Magische Zirkel von Deutschland verliehen hatte, verdienten.

Kinder als Flohzirkus vor der Bühne

Wer nun glaubte, nach der Monstertruck-Nummer könne nicht mehr viel Spektakuläres kommen, wurde eines Besseren belehrt. Denn die Brüder ließen ein Motorrad aus einem überdimensionalen, flachen iPad herausfahren und präsentierten somit die letzte Nummer, die sie gemeinsam mit ihrem inzwischen verstorbenen Vater entwickelt hatten. Ihm, der stets an sie geglaubt hatte, widmeten sie zudem einen emotionalen Moment, als sie aus Draht ein „Danke“ und ein Herz entstehen ließen. Wie wichtig es den Illusionisten ist, selbst die Jugend für die Zauberei zu begeistern, zeigte sich, als sie eine Gruppe Kinder zum zauberhaften Flohzirkus vor die Bühne holten. Wer weiß, vielleicht wird so ein Magie-Talent inspiriert, das in 20 Jahren das Publikum in der Siegerlandhalle begeistert? Ebenso wie die Ehrlich Brothers, die mit einer im wahrsten Sinne des Wortes „fetzenden“ Entfesselungsshow augenzwinkernd zeigten, dass es einfacher ist, mit vier Beinen als völlig beinlos auf die Musik der Backstreet Boys zu tanzen, nicht ohne zuvor mit einer humorvollen Nummer den verräterischen „Magier mit der Maske“ auf die Schippe genommen zu haben.

Wie aus einer Papierrose eine echte Blume wird

Derart beschwingt offenbarten die Brüder erneut, dass sie offenbar PS im Blut haben, denn mit einem Quad brausten sie unter viel Getöse und Pyrotechnik von einem Gerüst auf der Bühne, um Sekunden später am anderen Ende der Halle aufzutauchen. Magisch – ebenso wie die Verwandlung einer fliegenden Papierrose in eine echte Rose, um damit einen weiblichen Fan zu beglücken. Die Ehrlich Brothers beherrschen ihr Metier einfach meisterhaft und bieten eine rasante Show, die nicht nur auf spektakuläre Acts setzt, sondern auch das Zauberhandwerk brillant präsentiert. Dabei sind sie immer nah beim Zuschauer, der stets damit rechnen muss, auf die Bühne geholt zu werden, und sich in diesem Moment meist wünscht, auch die Kunst der Teleportation zu beherrschen, um ganz schnell verschwinden zu können.

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