Lokales
21.02.2017 15:36
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 Jonas Fiedler demonstriert in der SZ-Geschäftsstelle in Olpe den Umgang mit dem von ihm erstellten sozialen Netzwerk „connect-friends.net“. Foto: win

Jonas Fiedler demonstriert in der SZ-Geschäftsstelle in Olpe den Umgang mit dem von ihm erstellten sozialen Netzwerk „connect-friends.net“. Foto: win

Daten bleiben privat

Eigenes soziales Netz „gewoben“

win - Whatsapp, Snapchat, Twitter und allen voran Facebook sind vor allem bei vielen Jugendlichen unverzichtbare Begleiter durch den Tag. Doch immer wieder tauchen solche „sozialen Netzwerke“ mit negativen Schlagzeilen auf, und das hat dann fast immer mit dem Datenschutz zu tun. Fast alle Netzwerke bieten eine kostenlose Mitgliedschaft – bezahlt werden müssen sie aber trotzdem, und das tun die Nutzer, indem sie den milliardenschweren Konzernen, die fast immer dahinterstecken, ihre Daten überlassen. Im Gegenzug verdienen die Betreiber mit Werbung. Werbung, die immer passgenauer und zielgerichteter wird, je mehr Daten zur Verfügung stehen.

Er finde die vorhandenen Netzwerke nicht ansprechend, erklärt der 16-jährige Jonas Fiedler, der das Städtische Gymnasium Olpe besucht und außer dem Programmieren auch Fußball als Hobby betreibt. Zudem wolle er nicht, dass seine Daten an Dritte weitergegeben werden. Verstärkt wurde diese Abneigung durch die Lektüre des Buchs „Der Facebook-Effekt“ und den Film „The social network“, in denen die kritischen Seiten dieser Netzwerke beleuchtet werden.

Unter der Adresse www.connect-friends.net kann sich jeder anmelden. Die Seite entstand ohne Zuhilfenahme von Programmierwerkzeugen. Das Programmieren hat Jonas Fiedler sich anhand von Büchern und Videos selbst beigebracht. Das Grundgerüst der Seite hat er in HTML verfasst, die weitere Verarbeitung mit der Programmiersprache PHP. Für das Seitendesign hat er Cascading Style Sheets (CSS) eingesetzt, und die Datenbankabfragen funktionieren mit SQL.

Was kann „Connect friends“? Praktisch alles, was Facebook und Co. können. Die Nutzer können Bilder hochladen, Beiträge verfassen, die Beiträge anderer als „toll“ markieren oder kommentieren, Veranstaltungs-Ankündigungen erstellen, sich mit anderen Nutzern per Tastatur unterhalten („chatten“), Nachrichten austauschen sowie öffentliche oder geschlossene Gruppen erstellen. In einem „Newsfeed“ werden die Neuigkeiten der Freunde und Gruppen angezeigt. Jonas Fiedler verspricht, dass beim Löschen alle Daten vom Server verschwinden, dass keine Auswertung von Daten erfolgt und keinerlei Daten an Dritte weitergegeben werden. Er plant zudem, die Chats und später alle Nachrichten zu verschlüsseln.

Einziges Problem ist es, Nutzer zu gewinnen, denn jedes soziale Netzwerk steht und fällt mit seiner Verbreitung. Hier hofft Jonas Fiedler, dass immer mehr Menschen Wert darauf legen, dass ihre Daten privat bleiben und sich bei „Connect friends“ anmelden.

Das Netzwerk läuft seit einigen Monaten. Kürzlich hat Jonas es komplett überarbeitet und so angepasst, dass es auch auf Mobilgeräten so läuft, dass die Anzeigegröße mit dem kleineren Display der „Smartphones“ harmoniert.

Naturgemäß hat „Connect friends“ bisher nur eine überschaubare Zahl an Nutzern. Aber wer sich den Großen der Branche verweigert, kann es schon jetzt sinnvoll nutzen; beispielsweise könnten ein Stammtisch, eine Jugendgruppe oder eine Clique ihre internen Nachrichten nicht mit „Whatsapp“ austauschen, sondern eine geschlossene Gruppe auf „Connect friends“ einrichten und dort verbunden sein. Ganz ohne Werbung und Preisgabe von Daten.

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