Lokales
26.01.2016 08:00
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 Anfang Januar war der Optimismus groß, die Firma Pfeifer könnte im Eigenverwaltungsverfahren aus der Krise geführt werden. Mit Datum 21. Januar hat das Amtsgericht Betzdorf Dr. Jörg Nerlich zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Archivfoto: kalle

Anfang Januar war der Optimismus groß, die Firma Pfeifer könnte im Eigenverwaltungsverfahren aus der Krise geführt werden. Mit Datum 21. Januar hat das Amtsgericht Betzdorf Dr. Jörg Nerlich zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Archivfoto: kalle

Firma Pfeifer

Eigenverwaltung nicht akzeptiert

mir - Die Firma Pfeifer, Sanierungsexperte bei Brand-, Wasser- und Elementarschäden, wird jetzt doch von einem vorläufigen Insolvenzverwalter weitergeführt. Rechtsanwalt Dr. Jörg Nerlich (Siegen) wurde diese Aufgabe am Donnerstag vergangener Woche vom Amtsgericht Betzdorf übertragen. Die jüngst erst mit Datum 7. Januar angeordnete vorläufige Eigenverwaltung wurde parallel mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Rund 200 Mitarbeiter sind von dieser einschneidenden Maßnahme betroffen. Am Freitag vergangener Woche wurden die Pfeifer-Mitarbeiter an den Standorten Siegen und Brachbach in Betriebsversammlungen unterrichtet, am Montag sollten die Kollegen in Nürnberg und im Großraum München über die Geschehnisse unterrichtet werden.

Wie Teilnehmer einer hiesigen Versammlung berichteten, seien die Mitarbeiter „mit freundlichen Worten“ informiert worden. Die Eigenverwaltung bzw. Planinsolvenz sei nicht akzeptiert worden, deshalb sei jetzt dieser Weg angeordnet worden. „Uns wurde gesagt, für die Arbeitnehmer bleibt alles beim Alten, nur die Ansprechpartner wechseln“, sagte ein Pfeifer-Mitarbeiter der SZ. Etwaige Gründe, warum innerhalb von zwei Wochen aus der Eigenverwaltung doch eine vorläufige Insolvenz entstanden sei, habe man nicht genannt.

Anfang Januar hatte es noch geheißen, das begonnene Restrukturierungsprogramm solle auf den Prüfstand gestellt werden. Vor allem gehe es darum, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Hohe Außenstände müssten abgebaut werden. Permanent müssten Aufträge vorfinanziert werden, bis die Versicherer endlich die Schadensregulierungen vornähmen.

Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich war wegen vielfältiger Verpflichtungen nicht zu sprechen. Sein Büro bestätigte lediglich die neuerliche Entwicklung.

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