Lokales
21.06.2017 15:24
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 Hoffnung für die Lukas-Gemeinde im Elsofftal: Ein Pfarrer aus dem Brandenburger Land hat sich auf die Nachfolge-Stelle von Dr. Ralf Kötter beworben. Foto: Holger Weber

Hoffnung für die Lukas-Gemeinde im Elsofftal: Ein Pfarrer aus dem Brandenburger Land hat sich auf die Nachfolge-Stelle von Dr. Ralf Kötter beworben. Foto: Holger Weber

Pfarrstelle im Eder- und Elsofftal

Eine Bewerbung aus Berlin

howe - Kein anderes kirchliches Thema hat in der Vergangenheit die Gemüter so erhitzt wie die Fusion von Wunderthausen und Diedenshausen mit Elsoff. Inzwischen ist die Vereinigung der Kirchengemeinde Wunderthausen/Diedenshausen mit der Lukas-Gemeinde im Elsoff- und Edertal zwar rein formal vollzogen, aber das Zusammenwachsen „braucht einen langen Atem und viel Geduld“, konstatierte Superintendent Stefan Berk am Mittwoch in der Synode in Wemlighausen.

Die Gräben, die in den vergangenen Jahren gerissen worden seien, seien deutlich zu spüren – auch daran, dass bisher nur ein einziges Gemeindemitglied aus der ehemaligen Kirchengemeinde Wunderthausen/Diedenshausen bereit sei, im Bevollmächtigtengremium mitzuarbeiten. „Zu groß ist wohl die Skepsis, innerhalb der Ortschaften keinen Rückhalt zu finden.“ Stefan Berk sprach in diesem Zusammenhang von der Vakanz der Kötter’schen Pfarrstelle. Und da sei der Ausgang der Ausschreibung der Pfarrstelle frustrierend gewesen. Denn: „Noch nicht mal eine Anfrage hat mich erreicht, geschweige denn eine schriftliche Bewerbung“, klagte Stefan Berk – bis, ja bis auf Ende voriger Woche.

Seit wenigen Tagen gebe es einen Schimmer am Horizont. Da sei nämlich doch noch eine Bewerbung eines Pfarrers eingegangen, der aber aus der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz komme. Haken an der Sache: Zurzeit werde im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen geprüft, ob diese Bewerbung zugelassen werden könne. Abhängig ist das vor allem von formalen Dingen wie Versorgung, Pfarrdienstrecht oder unterschiedliche Besoldung. Stefan Berk erläuterte, die besondere Situation des Kirchenkreises sei aber im Landeskirchenamt inzwischen bekannt und werde bei diesen Fragen auch berücksichtigt. „Von daher hoffe ich sehr, dass wir noch vor den Sommerferien hier einen großen Schritt weiter kommen und wir uns im Bevollmächtigtengremium mit dieser Bewerbung befassen können“, so Stefan Berk. Dass sich auf die durchaus attraktive Pfarrstelle einer Lukas-Gemeinde mit ihrem unverwechselbaren Profil (Sozialräumliche Gemeinwesenarbeit) nur ein Pfarrer aus dem Brandenburger Land beworben hat, kommt übrigens nicht von ungefähr. Superintendent Stefan Berk erinnerte gestern an die zweite Pfarrstelle in Feudingen (siehe Bericht auf dieser Seite) sowie an die Tatsache, dass man – nach dem kurzen Geschäftsführer-Gastspiel von Werner Hoffritz – keine ernsthafte Bewerbung für die Nachfolge im Abenteuerdorf Wittgenstein erhalten habe. „Fachkräftemangel zeigt sich mehr oder weniger überall, im Bereich der Pfarrstellen, in der Gemeindepädagogik oder in Leitungsfunkionen für das Abenteuerdorf.“ Auch die Situation in Elsoff mache deutlich, „dass wir hier in unserer ländlich-peripheren Lage längst da angekommen sind, wo andere Kirchenkreise erst in den nächsten Jahren hinkommen werden.“ Die Besetzung von Pfarrstellen gelinge längst nicht mehr so wie vor Jahren.

„Wir müssen uns daran gewöhnen, viel mehr Energie einzusetzen, Kontakte und Netzwerke aufzubauen, für unsere Gegend zu werben und andererseits uns nicht zu klein darzustellen oder gar selbst schlecht zu reden, formulierte Stefan Berk. Eine mutige, aber nicht unberechtigte Kritik führte gestern übrigens zu einem überraschenden Ergebnis. Pfarrer Dr. Tim Elkar kritisierte die Landeskirche, sie werbe offensiv für das Pfarramt, lehne aber Absolventen ab, die eine „4“ hätten. Nach sechs Jahren Studium hätten diese Bewerber keine Möglichkeit, eingestellt zu werden. Das passe für ihn nicht zusammen, monierte Dr. Tim Elkar. Landeskirchenamts-Dezernent Dr. Ulrich Möller antwortete direkt: „Die Regelung wird wieder geändert.“

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