Lokales
12.06.2014 15:11
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 Die Vertreter der verschiedenen Bürgerinitiativen und Umweltverbände im Dreiländereck haben sich bei ihrem Treffen am Steimel auf eine verstärkte Zusammenarbeit verständigt. Foto: privat

Die Vertreter der verschiedenen Bürgerinitiativen und Umweltverbände im Dreiländereck haben sich bei ihrem Treffen am Steimel auf eine verstärkte Zusammenarbeit verständigt. Foto: privat

Schulterschluss der Bürgerinitiativen

Gegen die „Verspargelung“ des Dreiländerecks

sz Neunkirchen/Brachbach. Nachdem bereits die Betreiber von Windkraftanlagen ihr grenzüberschreitendes Denken unter Beweis gestellt haben, „kontern“ nun auch die heimischen Bürgeriniativen. Bei einem Treffen am Steimel in Neunkirchen wurde eine stärkere Zusammenarbeit im Dreiländereck vereinbart – in der Pressemitteilung der BI Siegtal ist sogar von einem regelrechten „Schulterschluss“ die Rede. Neben den Brachbachern und Mudersbachern nahmen Vertreter der BI „Erhaltet die Kalteiche“, der BI Anzhausen, der BI Gilsbach-Wilden, der Heimatvereine, des BUND und der LNU (Landesarbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt) sowie Bürger von Neunkirchen an dem Treffen teil.

Die Befürchtung der Bürgerinitiativen ist, dass das gesamte südliche Rothaargebirge mit den Übergängen zum Westerwald in eine riesige Konzentrationszone für Windkraftanlagen verwandelt wird. Zahlen und Fakten aus Hessen und NRW würden dies belegen: Der hessische Regionalplan sehe z. B. allein für den Kreis Marburg-Biedenkopf 280 Anlagen vor.

Die Landesregierung von NRW fordere für Südwestfalen eine Ausweisung von exakt 17 212 Hektar für Wind-Vorrangzonen und rechne dabei einen Verbrauch von 20 ha für jeweils drei Windräder ein. „Da der südwestfälische Kreis der waldreichste Bezirk Deutschlands ist mit über 60 Prozent Waldanteil, kann jeder ausrechnen, welch horrende Anzahl von Windmühlen in Zukunft in die schwachwindigen Wälder gebaut werden sollen“, schreibt die BI Siegtal. Hinzu kämen die Planungen auf rheinland-pfälzischer Seite, wo allerdings noch nicht überall Vorrangzonen für die Windkraft ausgewiesen worden seien.

Fachleute vom BUND machten deutlich, dass die Region ein einziger großer Naturraum ist, der mit seinem geschlossenen Wald für Menschen und Tiere große Bedeutung hat.

Die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein sowie Altenkirchen und der Lahn-Dill-Kreis in Hessen würden überdies eine besondere Verantwortung tragen. Denn durch ihre Gebiete verliefen europaweit bedeutsame Wildwanderkorridore, die Sauerland, Wittgenstein und Lahn-Dill-Bergland mit dem Westerwald verbinden würden.

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