Kultur
21.04.2014 14:39
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 In der Aufführung des „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi in Kreuztal glänzten die Stimmen von Sopranistin Valentina Bilancione (l.) und Altistin Marialucia Caruso, aufmerksam unterstützt durch das Dirigat von Maurizio Quaremba. Foto: mus

In der Aufführung des „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi in Kreuztal glänzten die Stimmen von Sopranistin Valentina Bilancione (l.) und Altistin Marialucia Caruso, aufmerksam unterstützt durch das Dirigat von Maurizio Quaremba. Foto: mus

Passionskonzert der Maksi-Akademie

Großnichte von Caruso sang

ne - Ein paar mehr Zuhörerinnen und Zuhörer hätten schon noch Platz gefunden in der durch ihre intensiv farbigen, modernen Glaskunstfenster bekannte und in stimmungsvolles Licht getauchte Kreuzkirche, und diejenigen, die Rudolf Biermann, ehemaliger Bürgermeister der Kindelsbergkommune und Vorsitzender des das Konzert veranstaltenden Kreuztaler Kulturkreises, begrüßen durfte, erlebten eine musikalisch anspruchsvolle Aufführung. 15 Streicher des in Stift Keppel beheimateten Akademieorchesters der Musikakademie Siegerland-Südwestfalen (Maksi) unter dem Dirigat des vielseitigen und international musikalisch erfolgreichen Maurizio Quaremba intonierten zu Beginn mit dem festlichen Concerto grosso in f-Moll von Alessandro Scarlatti (1660–1725) ein fulminantes Stück Barockmusik eines Landsmannes von Quaremba und den Solistinnen Valentina Bilancione und Marialucia Caruso.

Hauptwerk: das „Stabat Mater“ von Pergolesi

Johann Sebastian Bachs Konzert für Flöte und Streicher in e-Moll mit Ursula Keller als Solistin folgte - und überzeugte, wenn auch das enthusiastisch spielende Akademieorchester mitunter sanft von Maurizio Quaremba daran erinnert werden musste, der Soloflötistin den nötigen Platz zur Entfaltung ihrer Position im Klangraum der Kirche zu gewähren. Solcherart mit Scarlatti und Bach an barocke religiöse Inbrunst herangeführt, war das Publikum bestens eingestimmt auf die so bewegende wie technisch virtuose Komposition, die der Höhepunkt des Konzertes werden sollte. Mit dem „Stabat Mater“ für Sopran, Alt, Streicher und Basso continuo des italienischen Musikgenies Giovanni Battista Pergolesi (1710–1736) stand eine sehr emotionale Vertonung des alten Mariengebetes von ungeklärter Autorschaft und fast 600-jähriger Geschichte auf dem Programm.

Mit italienischer Grandezza

Valentina Bilancione, die kürzlich in der Arena von Verona mit der Titelrolle als „Maria Stuart“ in der gleichnamigen Oper von Gaetano Donizetti debütierte, interpretierte ihren Sopranpart mit viel italienischer Grandezza. Ihre Gesangspartnerin Marialucia Caruso – tatsächlich verwandt mit dem berühmten Tenor, sie ist seine Großnichte – gefiel mit ihrem weichen, auch in den Tiefen dynamischen Alt. Dirigent Quaremba inszenierte das zehnstrophige Klanggebet feinfühlig im Sinne des Textinhaltes als Beispiel einer durch Leid und Schmerz und Wehklage schimmernde lustvolle Heilserwartung. Ein begeistertes Publikum dankte allen Musikerinnen und Musikern für ein eindrucksvolles Passionskonzert.

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