Lokales
03.11.2016 19:06
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 Planer Elmar Beyer, Bauunternehmer Christoph Lauber und seine Bauleiterin Anette Göbel-Fuchs (v.l.) stellten bei einem Pressetermin im Bad Laaspher Rathaus ihre Sicht der Dinge zum Hesselbacher „Ebsch“ dar. Foto: Martin Völkel

Planer Elmar Beyer, Bauunternehmer Christoph Lauber und seine Bauleiterin Anette Göbel-Fuchs (v.l.) stellten bei einem Pressetermin im Bad Laaspher Rathaus ihre Sicht der Dinge zum Hesselbacher „Ebsch“ dar. Foto: Martin Völkel

Straßenbaumaßnahme am Hesselbacher „Ebsch“

„Wir haben keinen Luxus verbaut“

vö - Lange haben sie geschwiegen, doch die Vorwürfe und Anschuldigungen wollten die scharf Kritisierten nicht mehr unkommentiert im Raum stehen lassen. „Wenn man von Dritten angesprochen wird, was dort in Hesselbach vermeintlich alles schief gelaufen ist, dann muss man irgendwann reagieren“, sagte Elmar Beyer vom gleichnamigen Planungsbüro am Donnerstagabend bei einem Pressetermin im Bad Laaspher Rathaus. Gemeinsam mit Firmeninhaber Christoph Lauber und Bauleiterin Anette Göbel-Fuchs vom Dillenburger Bauunternehmen Lauber beantwortete er alle Fragen, die in den vergangenen Wochen – vor allem öffentlich – rund um die Baustelle „Zum Ebsch“ in Hesselbach diskutiert worden waren. Vertreter der Bad Laaspher Stadtverwaltung nahmen an dem Mediengespräch allerdings nicht teil.

Großteil der Anlieger mit Abläufen zufrieden

Christoph Lauber räumte ein, dass er es äußerst schade finde, dass eine Baumaßnahme derart heftig kritisiert werde, obwohl der größte Teil der Anlieger mit den Abläufen und vor allem dem Resultat sehr zufrieden sei: „Das war in der Abwicklung eigentlich eine normale Baumaßnahme, wie wir sie in der Vergangenheit schon hundertfach erledigt haben. Es ist schade, wenn gute Arbeit mit ein paar wenigen Sätzen einfach so vom Tisch gewischt wird. Die Vorwürfe kommen exakt von zwei Anliegern.“ Mit denen hätte er die Schwierigkeiten auch gerne persönlich geklärt, „aber die Gelegenheit hatten wir nie, wir haben alles immer nur aus der Presse erfahren“. Sowohl Mitarbeitern, die in Wittgenstein lebten und täglich massiv mit den Anschuldigungen konfrontiert worden seien, als auch der für Hesselbach zuständigen Kolonne sei die seiner Meinung nach ungerechtfertigte und völlig überzogene Kritik sehr nahe gegangen. Zur Erinnerung: In einem Gespräch mit der SZ hatten die Anlieger Michael Löw und Gisela Reuter-Fischer kritisiert, dass die neue Straße überdimensioniert sei und nicht zuletzt daraus die Gesamtkosten von 418.000 Euro resultierten. 50 Prozent davon müssen die Anlieger tragen.

Straße mit 4,75 Meter noch nicht breit genug

„Wir haben hier definitiv keinen Luxus verbaut“, betonte Christoph Lauber. Aus langjähriger Erfahrung im Tief- und Straßenbau könne er sagen, „dass wir in Hesselbach das Nötigste getan haben“. Dies sei der untere Bereich der drei Belastungsgrenzen für eine Straße. Und Planer Elmar Beyer gab zu bedenken, dass eine schmalere Variante als die gewählten 4,75 Meter Straßenbreite zu Problemen im Begegnungsverkehr führen würden. Mehr noch: „Ich bin schon von Anliegern angesprochen worden, die moniert haben, dass die Straße trotz des Ausbaus eigentlich immer noch nicht breit genug ist“. Elmar Beyer räumte ein, dass es beim Ausbau einer Straße im Bestand immer unterschiedliche Sichtweisen geben könne – das sei bei Projekten in der Vergangenheit nicht anders gewesen: „Natürlich gibt es Anlieger, die fest davon ausgehen, dass eine ganz einfache Sanierung ausreicht. Aber das wäre zu kurz gedacht. Das Resultat eines Ausbaus muss auch einer Straße würdig sein.“

Wenige Zentimeter machen den Unterschied

Sehr konkret kamen Planer und Bauunternehmer auch auf den Vorwurf zu sprechen, dass die Straße an der Einmündung zum Erlenweg unmittelbar nach der Asphaltierung wieder aufgerissen worden sei. Christoph Lauber: „Die Autos sind aufgesetzt, da gibt es auch nichts schön zu reden.“ Aber: Das Thema Entwässerung sei eine ganz komplizierte Angelegenheit, die nicht planbar sei und nur vor Ort umgesetzt werden könne. Da machten wenige Zentimeter schon den Unterschied. Planer Elmar Beyer erläuterte: „So etwas passiert am Bau. Wir arbeiten mit großen Maschinen, nicht mit Uhrmacherwerkzeug.“ Das Problem sei nach zwei Tagen komplett behoben gewesen.

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