Lokales
13.07.2017 16:00
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 Auf dem Platz vor den Ederarkaden steht im Rahmen der Nacht der Nächte in jedem Jahr ein Karussell. Den Strom bezieht es von einem Einzelhändler, der im Rahmen der Aktion sein Geschäft geöffnet hatte. Dieser Vorgang hat nun ein Nachspiel. Foto: Timo Karl

Auf dem Platz vor den Ederarkaden steht im Rahmen der Nacht der Nächte in jedem Jahr ein Karussell. Den Strom bezieht es von einem Einzelhändler, der im Rahmen der Aktion sein Geschäft geöffnet hatte. Dieser Vorgang hat nun ein Nachspiel. Foto: Timo Karl

Ärger nach Nacht der Nächte

Händler im Konflikt mit Verwaltung

tika - Es war eine Standpauke, die es in sich hatte. „Das ist eine Schikane unserer Bürger“, polterte Heinz-Josef Linten. Der Christdemokrat nahm am Mittwochabend während der Ratssitzung der Gemeinde Erndtebrück kein Blatt vor den Mund.Auslöser dafür war ein Schreiben, dass die Verwaltung an einen Einzelhändler aus Erndtebrück gesendet haben soll, weil dieser im Rahmen der Nacht der Nächte im April sein Geschäft geöffnet hatte – demnach nach vorheriger Rücksprache mit der Verwaltung, die zunächst grünes Licht gegeben hatte. Danach allerdings soll die interne Kommunikation im Rathaus zum Resultat geführt haben, dass eine solche Öffnung im Rahmen der Aktion nicht möglich ist. Der Händler selbst hatte davon allerdings nichts mehr erfahren und auf Grundlage der Zusage sein Geschäft geöffnet. In der zweiten Juni-Hälfte, also fast zwei Monate nach Nacht der Nächte, erhielt der Händler nun ein ordnungsbehördliches Schreiben von der Verwaltung, in dem er Stellung beziehen soll.

„Unsere letzte Aufforderung“

„Wir haben Bürgermeister Henning Gronau darum gebeten, den Vorgang intern zu klären. Dies ist bis jetzt nicht passiert. Daher ist dies unsere letzte Aufforderung an die Verwaltungsspitze, den Vorgang zu klären und das Schreiben unverzüglich zurück zu ziehen. Es ist auch nicht erforderlich, dass der Einzelhändler einen Anhörungsbogen ausfüllt“, konstatierte Heinz-Josef Linten. Der Christdemokrat sah den Grund für den Fauxpas eindeutig bei der Verwaltung, die demnach schlichtweg vergessen hatte, die Genehmigung für die Öffnung offiziell zu widerrufen.

Stellungnahme bleibt aus

„Wenn man zudem weiß, dass der Ehepartner des Händlers im Rathaus beschäftigt ist, dann fällt einem zu diesem Vorfall nichts mehr ein. Ich frage mich zudem, wie man ein Schreiben am 20. Juni versenden kann, wenn die Veranstaltung Ende April stattgefunden hat“, erklärte das CDU-Ratsmitglied. Heinz-Georg Grebe pflichtete bei. „Es ist eine Kleinigkeit, das Schreiben zurück zu ziehen. Man sollte nichts zerstören, was sich bewährt hat. Vor dem Geschäft steht bei der Nacht der Nächte seit Jahren das Karussell, den Strom dafür hat wahrscheinlich der Händler gezahlt. Was jetzt passiert, kann nicht sein“, erklärte der FDP-Mann. Die Verwaltungsspitze selbst nahm die Kritik zur Kenntnis – eine Stellungnahme blieb allerdings aus.

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