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16.08.2017 11:20
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Die Leichtathletik-WM verlief für Lara Hoffmann enttäuschend. Der Blick der Siegerländerin richtete sich nun vor allem auf die Heim-EM im Jahr 2018 in Berlin. Archivfoto: dpa
Die Leichtathletik-WM verlief für Lara Hoffmann enttäuschend. Der Blick der Siegerländerin richtete sich nun vor allem auf die Heim-EM im Jahr 2018 in Berlin. Archivfoto: dpa

Leichtathletin Lara Hoffmann

Heim-EM bereits im Visier

„Es ist bitter – gerade bei einer Weltmeisterschaft. Aber man muss dieses Schicksal eben annehmen.“ So beschrieb Lara Hoffmann ihre neue, ungewohnte Rolle als Ersatzläuferin bei der Leichtathletik-WM in London. Während die deutsche 4 x 400-Meter-Staffel mit Ruth-Sophia Spelmeyer (Oldenburg), Nadine Gonska (Mannheim), Svea Köhrbrück (Berlin) und Laura Müller (Rehlingen) im Vorlauf zunächst ins Finale stürmte und dort am Sonntagabend nach 3:27,45 Minuten auf einem guten 6. Rang ins Ziel kam, war die gebürtige Vormwalderin zum Zuschauen verdammt. 

Hoffmann laborierte an muskulären Beschwerden

Bereits im Vorfeld der Wettkämpfe berichtete die Siegener Zeitung über Hoffmanns Kampf um ihren Platz in der Staffel. Die 26-Jährige laborierte bereits im Trainingslager in Kienbaum an muskulären Beschwerden, die sie bereits die ganze Saison über begleiteten. „Sonst bin ich eigentlich in guter Verfassung, aber die Beschwerden haben sich zuletzt verschärft“, berichtete Hoffmann. „Deswegen konnte ich zuletzt nicht gut trainieren – und durfte natürlich bei einer Weltmeisterschaft in einer Staffel-Aufstellung kein Risiko darstellen.“

Der Teamgedanke stand stets im Vordergrund

Wer Lara Hoffmanns enormen Ehrgeiz kennt, kann erahnen, wie schwer es der Hilchenbacherin gefallen sein dürfte, ihre neue Rolle zu akzeptieren. Dennoch stand für Hoffmann der Teamgedanke stets im Vordergrund: „Ich habe meine Mädels komplett unterstützt, in den Callroom begleitet, mich mit aufgewärmt, ihnen viel Erfolg gewünscht – und von der Tribüne aus die Daumen gedrückt.“ 

Die WM muss abgehakt werden

Für Lara Hoffmann gilt es nun, die Weltmeisterschaft in London abzuhaken und sich auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren. „Ich möchte die nächsten Chancen ergreifen. Das ist mein klares Ziel.“ Doch jetzt möchte sie erst einmal durchatmen: „Wenn die kleine Verletzung nicht wäre, hätte ich gerne nochmal ein paar Wettkämpfe gemacht. So macht das aber keinen Sinn. Deswegen werde ich mich schon in die wettkampffreie Zeit verabschieden, ein bisschen sortieren und die vergangenen Wochen mit London und der Verletzung aufarbeiten. Danach werde ich hoffentlich gestärkt und aufgeräumt in die Vorbereitungsphase starten, die im Oktober wieder anfängt.“

Der Blick richtet sich auf das Jahr 2018

Bezüglich der nächsten großen Höhepunkte richtet die Siegerländerin den Blick bereits auf das Jahr 2018: „Die nächsten großen Ziele sind eine gute Hallen-Saison, auf die ich mich freue, weil ich in der Halle eigentlich immer gut zurecht komme, und natürlich eine erfolgreiche aktive Teilnahme bei der Heim-EM in Berlin. Das ist ein großes Highlight nächstes Jahr, auf das jetzt schon alle Augen gerichtet sind. Das wäre ein großes Ding, in Berlin dabei zu sein, wobei mir auch bewusst ist, dass die Konkurrenz nicht schläft und dass man als Läuferin einer Staffel sehr schnell austauschbar wird, wenn man nicht einen Top-Körperzustand, Verletzungsfreiheit und beste Leistungen abrufen kann. Das wiederherzustellen und ein gutes Niveau zu haben, ist mein Ziel für nächstes Jahr.“

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