Lokales
17.01.2014 11:25
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 Mehr als 300 Zuhörer fanden den Weg in die Mehrzweckhalle Anzhausen. Harald Fruhner von der neu gegründeten Bürgerinitiative „Windkraft mit Abstand“ und weitere Redner lieferten Argumente gegen einen Windpark vor der Haustür. Foto: Dirk Manderbach

Mehr als 300 Zuhörer fanden den Weg in die Mehrzweckhalle Anzhausen. Harald Fruhner von der neu gegründeten Bürgerinitiative „Windkraft mit Abstand“ und weitere Redner lieferten Argumente gegen einen Windpark vor der Haustür. Foto: Dirk Manderbach

Argumente gegen Windpark in Anzhausen

Höher als der Kölner Dom

dima - Harald Fruhner, Vorsitzender der neu gegründeten Bürgerinitiative „Windkraft mit Abstand“, fand zu Beginn der ersten öffentlichen Kundgebung in der Mehrzweckhalle Anzhausen vor rund 300 Zuhörern am Donnerstag zuerst nur lobende Worte für die Verwaltung der Gemeinde Wilnsdorf. Sämtliche Fakten seines Vortrages stammten von der Verwaltung selbst, die auf ihrer Internetseite vorbildlich über das Prozedere der Ausweisung einer weiteren Windkraftkonzentrationszone informiere, so Fruhner. Eine Situation, deren Harmonie die Gründung einer Bürgerinitiative eigentlich unnötig machen sollten. Wieso Fruhner an diesem Donnerstag Abend aber dennoch zur Unterschriftenaktion gegen die Ausweisung einer Windkraftkonzentrationszone im Waldgebiet bei Anzhausen aufrief, kam erst etwas später aufs Tapet: Für den Windpark seien Anlagen mit einem Rotordurchmesser von 112 Metern und einer Gesamthöhe von mindestens 196 Metern geplant. Es handele sich um gigantische Windräder einer neuen Generation, mindestens doppelt so hoch wie die vorhandenen Anlagen in Netphen-Salchendorf. Zum Vergleich stellte die Bürgerinitiative Fotos der Siegtalbrücke (102 Meter) und des Kölner Doms (157 Meter) neben ein Windrad dieser neuen Generation.

Ein weiterer Aspekt, der bei den Zuhörern auf reges Interesse stieß: laut Bürgerinitiative beziffern Maklerverbände den Wertverlust von Häusern und Grundstücken in der Nähe von Windkraftanlagen auf 20 bis 30 Prozent, manchmal sogar mehr.

Noch sind drei Bereiche im Rennen. Im Auftrag des Gemeinderates nimmt die Verwaltung Flächen im Wilnsdorfer Teil der Kalteiche, auf der Tiefenrother Höhe bei Wilgersdorf und im Bereich Hohe Roth/Haferhain am Ortsrand von Anzhausen unter die Lupe. Die Initiative fordert: keine Ausweisung einer Windkraftkonzentrationszone im Waldgebiet Hohe Roth/Haferhain/Schürscheid, den Schutz der Bürger vor Lärmbelästigung, den Werterhalt der Immobilien und den Erhalt der unverbauten Natur mit hohem Naherholungswert. Windenergie mache in Anzhausen keinen Sinn, denn sie zerstöre genau das, was man mit der Windenergie eigentlich bewahren wolle: Die Natur.

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