Lokales
14.01.2015 07:05
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In der Nähe des Wanderparkplatzes Drei Eichen lagen die Köder aus. Foto: ihm
In der Nähe des Wanderparkplatzes Drei Eichen lagen die Köder aus. Foto: ihm
Köder mit Rattengift ausgelegt

Hund verblutete qualvoll

ihm - Zwei Jahre alt war Sam, als er am vergangenen Mittwoch über die Wiesen oberhalb des Büschergrunder Schulzentrums tobte. Vom Wanderparkplatz Drei Eichen aus drehte Lena Egners ihre Hunderunde. Sam, kerngesund und quietschfidel, hatte seinen Spaß. Kaum war man aber wieder zu Hause, ging es dem Hund schlecht. Er erbrach Blut, immer wieder und immer mehr. Der sofort konsultierte Tierarzt sah als einzige Chance die Tierklinik in Betzdorf, aber auch hier konnte man Sam nicht mehr helfen. Er starb am nächsten Tag.

Ein weiterer Hund starb an Rattengift

Lena Egners, die an dem schrecklichen Tag bei ihren Eltern in Büschergrund zu Besuch war, ist sicher, dass Sam an einem Giftköder zugrunde ging. Die Ärzte haben keine andere Erklärung für den qualvollen Tod. Und in Freudenberg ist nach Informationen von Lena Egners noch ein weiterer Hund mit denselben Symptomen gestorben. Kreisveterinär Dr. Wilhelm Pelger, dem die SZ den Fall schilderte, hat eine klare Vermutung: „Das sind typische Anzeichen einer Vergiftung durch Rattengift, also Cumarin.“

Rattengift wird getarnt

Köder allerdings sind dem Kreisveterinär noch nicht zugegangen. Sie dürften schwer zu finden sein, denn wer in böser Absicht Gift auslegt, wird die tödliche Pellets vermutlich unauffällig verpacken – eine Leberwurstkugel dürfte im braunen Laub des Waldbodens oder auf der Wiese kaum auffallen. Wenn jemand verdächtige Köder findet, sollte er sie unbedingt zum Kreisveterinäramt bringen.

Rasierklingen in der Fleischwurst

Im vergangenen Sommer gab es schon einmal Meldungen über eine Gefahr für Hunde, von denen auch die Polizei Kenntnis hat. Damals ging es um Fleischwurst, die mit Rasierklingenstücken gespickt war. Diese teuflischen Verlockungen sollen im Bereich des Freudenberger Kurparks gelegen haben. Einen ähnlichen Fall gab es in Altenkleusheim.

Hundebesitzer haben Angst

Unter den Hundebesitzern in Freudenberg hat sich die Schreckensnachricht vom qualvollen Tod des Schäferhundes Sam schnell herumgesprochen. Die Spaziergänger, die die SZ am Wanderparkplatz Drei Eichen traf, lassen ihre Lieblinge nicht mehr von der Leine.

Sam wurde nur zwei Jahre alt. Der Wanderparkplatz Drei Eichen ist bei Spaziergängern beliebt. Treibt in der Nähe ein Hundehasser sein Unwesen? Foto: privat
Sam wurde nur zwei Jahre alt. Der Wanderparkplatz Drei Eichen ist bei Spaziergängern beliebt. Treibt in der Nähe ein Hundehasser sein Unwesen? Foto: privat
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