Lokales
10.01.2017 16:40
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 Der Verkehrssicherheitsbeauftragte Martin Schmidt machte bei seinem Vortrag in Arfeld den Zuhören deutlich, mit welchen Umständen man als Verkehrsteilnehmer im zunehmenden Alter zu kämpfen hat und mahnte zu verantwortungsbewusstem Handeln. Foto: Janina Althaus

Der Verkehrssicherheitsbeauftragte Martin Schmidt machte bei seinem Vortrag in Arfeld den Zuhören deutlich, mit welchen Umständen man als Verkehrsteilnehmer im zunehmenden Alter zu kämpfen hat und mahnte zu verantwortungsbewusstem Handeln. Foto: Janina Althaus

Verkehrssicherheitsbeauftrager hielt Vortrag

Im Alter noch sicher Auto fahren

ja - Jeder möchte mobil sein, auch im zunehmenden Alter. Gerade im ländlichen Raum sind viele auf Mobilität angewiesen, sei es für den Arztbesuch, den wöchentlichen Einkauf oder den Familienbesuch. Am Dienstag lauschten rund 15 Zuhörer den Worten des Polizeihauptkommissars und Verkehrssicherheitsbeauftragen Martin Schmidt, der der Einladung von „Arfeld aktiv“ gefolgt war. Sein Vortrag beschäftigte sich mit der Verkehrstauglichkeit im Seniorenalter, angepasstem Verkehrsverhalten und nutzungsbringender Fahrzeugtechnik. Gleich zu Beginn machte er deutlich: „Ich möchte zum Nachdenken anregen und niemandem Angst machen. Keiner muss heute um seinen Führerschein bangen.“

Sehr viele Reize im Verkehr zu verarbeiten

Kompetent und durchaus humorvoll führte er das aufmerksame Publikum so durch seine Präsentation. „Heute wollen wir der Wahrheit ein wenig auf den Zahn fühlen“, erklärte Martin Schmidt. Er hielt das Publikum an, sich zu fragen: „Was hat sich bei mir verändert?“ Denn als Verkehrsteilnehmer sei man gleich in mehreren Bereichen gefordert: „Man muss sehen, hören und reagieren. Sehr viele Reize sind zu verarbeiten“, erklärte der Verkehrssicherheitsbeauftragte. Und an dieser Stelle treten im fortgeschrittenen Alter häufig Schwierigkeiten auf. Seh- und Hörschwächen, körperliche Leiden, Reaktionsschwäche, aber auch fehlende Rechtskenntnisse im Straßenverkehr führten immer öfter zu Unfällen.

Verantwortliches Handeln ist unabdingbar

Das Gesetz besage ganz klar: Alle Verkehrsteilnehmer müssen geeignet sein. Und geeignet sei derjenige, der alle notwendigen geistigen und körperlichen Anforderungen erfüllt. Bisher gebe es keine gesetzliche Verfügung, die solch eine Eignung zu gegebenem Zeitpunkt überprüft. „Deshalb müssen wir uns zunächst selbst prüfen und in uns hinein hören“, bemerkte der Polizeihauptkommissar der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein. Verantwortliches Handeln im Straßenverkehr sei unabdingbar. „Das menschliche Gehirn dient als Schaltzentrale und es ist unbestritten, dass einige Funktionen im fortgeschrittenen Alter nachlassen“, machte Martin Schmidt deutlich.

Defizite durch schlechtes Sehen und Hören

„Das ist der Lauf der Zeit“, war aus den Reihen des Publikums zustimmend zu hören. Ausreichendes Sehvermögen sei eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr. Des Weiteren leiden 70 Prozent aller Verkehrsteilnehmer ab dem 70. Lebensjahr an einer Hörschwäche. Nicht selten führe der Hörverlust zu Stress, gemindertem Selbstvertrauen und einer gewissen Unsicherheit im Straßenverkehr. Durch schlechtes Sehen und Hören entstünden zudem weitere Defizite, wie der Verlust einer ausreichenden Reaktionsfähigkeit. „Und eine gute Reaktionsfähigkeit ist im Straßenverkehr dringend gefordert“, mahnte Martin Schmidt.

Zu langsames Fahren führt zu Problemen

Er führte Rückwärtsfahren und Wendemanöver als Hauptunfallursache auf. Häufig treten beim Rangieren aus Parklücken, dem Herausfahren aus einer Ausfahrt oder in Zeiten besonders hohen Verkehrsaufkommens vermehrt Verkehrsunfälle auf. Teilweise könne man diesen Umständen entgegenwirken, indem man eine ruhige, stressfreie und verkehrsberuhigte Zeit wählt, um zu fahren. Auch auf Drängler könne man angemessen reagieren, indem man rechts ran fährt und die eiligen Fahrer vorbeilässt. Gleichzeitig betonte Martin Schmidt auch, dass zu langsames Fahren zu Problemen führen könne. Nicht selten käme es durch nicht angepasste Geschwindigkeit zu Behinderungen im Straßenverkehr, die schwerwiegende Folgen haben können.

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