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20.04.2017 08:24
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Das 3D-Stadtmodell von Siegen. Foto: sos
Das 3D-Stadtmodell von Siegen. Foto: sos

Stadt-Wiki trägt Erinnerungsorte zusammen

Interaktive Stadtführung in 3D

sos - „Geschichte fassbar und erfassbar machen – darum geht es hier“, erklärte Prof. Dr. Peter Haring Bolivar, Prorektor der Universität Siegen, als er auf das neue 3D-Stadtmodell im Siegerlandmuseum blickte. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Anfassen nimmt eine zentrale Rolle beim Erleben des Stadtmodells ein. 

Das 3D-Stadtmodell

Das Stadtmodell zeigt die Innenstadt von Siegen im Maßstab 1:850. Hergestellt wurde es mit einem 3D-Drucker im „Fab Lab“ (Fabrikationslabor) der Uni. Es steht auf einem Holztisch in der Mitte der Kutschenhalle, sodass die Besucher aus jeder Perspektive auf die Stadt schauen können. Von oben projiziert ein Beamer farbige Details auf die weiße Oberfläche, wie beispielsweise Bäume oder Gebäudestrukturen. „Schon seit 2005 arbeiten Studenten daran, die Stadt nach und nach zu erfassen“, berichtete Prof. Dr. Monika Jarosch vom Lehrstuhl für Geodäsie und Geoinformation.

Informationen für Besucher

Wenn ein Besucher beispielsweise etwas über die Nikolaikirche erfahren möchte, muss er nur die dreidimensionale Miniatur-Ausführung der Kirche berühren. Diese wird in einem blauen Licht angestrahlt und auf zwei Monitoren an der Wand erscheinen erklärende Informationen. Für die historischen Ereignisse oder Personen, die nicht mit einem bestimmten Gebäude zusammenhängen, wurden zusätzlich Knöpfe am Rand des Modells eingebaut.

Das Stadt-Wiki

An insgesamt vier Tablets haben Besucher die Möglichkeit, die Erinnerungsorte im sogenannten Stadt-Wiki aufzurufen – auch unabhängig von der Berührung des Stadtmodells. 25 Orte, Menschen und Traditionen wurden bereits von Historikern der Uni Siegen ausgearbeitet und sind im Internet nachzulesen, darunter auch der Bombenangriff vom 16. Dezember 1944. Letztendlich sollen aber die Bürger selbst entscheiden, was für sie Erinnerungsorte in Siegen sind. „Wir wollen eine Diskussion initiieren“, betonte Prof. Dr. Bärbel Kuhn vom Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte. Das heißt, die Bürger dürfen selbst an dem Online-Lexikon mitarbeiten, sei es mit eigenen Artikeln oder mit Kommentaren. Selbst alte Fotos der eigenen Hochzeit im Schlossgarten seien interessant. Denn je mehr Zeugnisse aus vergangenen Zeiten es gebe, desto vollständiger werde das Stadt-Wiki am Ende. 

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