Lokales
20.04.2017 10:43
Drucken Vorlesen Senden
 Das rote Oval soll das Gebiet zumindest andeuten, in dem bis zu fünf Windkraft-Anlagen im Bereich des ehemaligen Funkfeuers in der Nähe von Birkefehl gebaut werden könnten. Juwi hat den Grundbesitzern jetzt Vertragsentwürfe vorgelegt. Grafik: Geoportal NRW

Das rote Oval soll das Gebiet zumindest andeuten, in dem bis zu fünf Windkraft-Anlagen im Bereich des ehemaligen Funkfeuers in der Nähe von Birkefehl gebaut werden könnten. Juwi hat den Grundbesitzern jetzt Vertragsentwürfe vorgelegt. Grafik: Geoportal NRW

Pläne für Windpark in der Nähe von Birkefehl

Juwi legt die Vertragsentwürfe vor

bw - Während die Gemeinde Erndtebrück ihre Planungen zur Ausweisung von Windkraft-Vorrangzonen ganz neu begonnen hat und auf der Grundlage der Abstände prüft, ob es im Gemeindegebiet eine ausreichend große Fläche gibt, die als Konzentrationszone in Frage kommen könnte, treibt dessen ungeachtet die Projektfirma Juwi ihre Planungen voran. Zwar erwähnt Unternehmenssprecher Felix Wächter nur „kleine“ Fortschritte seit der ersten Informationsveranstaltung für die Grundbesitzer, die im Februar stattgefunden hatte. Inzwischen hat freilich der Windradbauer aus Wörrstadt den Eigentümern der Flächen in der Gemarkung Birkefehl entsprechende Vertragsentwürfe vorgelegt, erläutert Wächter. Von den Abschlüssen hängt letztlich ab, wie groß die Fläche ist, auf der Juwi seine Windräder bauen könnte.

Windpark hätte eine Ausdehnung von maximal 79 Hektar

„Je nachdem, wie der Flächenzuschnitt final aussehen wird, wird sich zeigen, wie viele Anlagen möglich sein werden“, verrät der Unternehmenssprecher. Eine genaue Angabe könne zum jetzigen Zeitpunkt daher noch nicht gemacht werden. Nach Informationen unserer Zeitung ist die Rede von maximal fünf Windkraft-Anlagen, die links und rechts der alten Kreisstraße, die früher von Birkefehl nach Aue führte, stehen würden. Wenn alle Grundbesitzer die Verträge unterschreiben, hätte der Windpark eine Ausdehnung von rund 79 Hektar im Bereich des ehemaligen Funkfeuers am Köpfchen. Immerhin würde durch die Anlagen kein Schattenwurf auf Birkefehl entstehen, weil sie nördlich der Ortschaft errichtet würden. Nach Informationen unserer Zeitung sind Windräder von bis zu 250 Meter Gesamthöhe geplant.

Nach Bundes-Immissionsschutzgesetz wird entschieden

Dass dieses Gebiet für einen Windkraft-Projektierer an Attraktivität gewinnt, weil auf Berleburger Seite auch der Bereich Kilbe-Nord als Konzentrationsfläche in Frage kommt, ist kein Geheimnis. In Erndtebrück dürfte sich die Frage stellen, ob die exakten Standorte der Anlagen am Ende mit den Abständen, die im Gemeinderat kürzlich beschlossen wurden, in Einklang zu bringen sind. Klar ist, dass die Flächen wohl mehr als 5000 Meter vom Radar auf dem Ebschloh entfernt sind. Ein anderer Faktor ist der Abstand zur Wohnbebauung: Die Gemeinde Erndtebrück will keine Windräder, die weniger als 1000 Meter vom nächsten Haus entfernt sind. Freilich ist offen, ob dieser Abstand tatsächlich zu halten ist. So lange keine Vorrangzone offiziell ausgewiesen ist, wird indes ohnehin nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz entschieden, wie der Kreis kürzlich gegenüber der SZ klargestellt hat.

Aussichtsreicher Standort für die Genehmigungsfähigkeit

Bleibt die Frage nach dem Artenschutz, der im Bereich der Birkefehler Höhe ähnlich wie bei Kilbe-Nord eine größere Rolle spielen dürfte. Elementarer und wichtiger Teil eines jeden Genehmigungsprozesses bei Windenergie-Projekten seien die avifaunistischen Voruntersuchungen, betont Felix Wächter von Juwi. „Diese werden zu gegebener Zeit von Fachgutachtern nach anerkannten Standards erstellt“, so Wächter weiter. „Gerade die artenschutzrechtlichen Untersuchungen sind sehr zeit- und kostenintensiv, da sie sich über mehrere Monate erstrecken.“ Juwi hat die Gutachten schon in der Vergangenheit Kommunen zur Verfügung gestellt, „wenn dies von Seiten der Gemeinde gewünscht worden ist“, stellt der Unternehmenssprecher klar. Juwi würde es sicher begrüßen, wenn die Birkefehler Höhe als Vorrangzone ausgewiesen würde – auf das langwierige Verfahren wird die Projektfirma jedoch wohl kaum warten wollen. Denn für Juwi ist das Gebiet nahe Birkefehl ein aussichtsreicher Standort für eine Genehmigungsfähigkeit. Kein Wunder, dass sich das Unternehmen hier die Exklusivrechte sichern will.

 Links und rechts der alten Kreisstraße, die von Birkefehl bis nach Aue führte, könnten bis zu fünf Windräder entstehen. Foto: Björn Weyand

Links und rechts der alten Kreisstraße, die von Birkefehl bis nach Aue führte, könnten bis zu fünf Windräder entstehen. Foto: Björn Weyand

SOCIAL BOOKMARKS
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

Weitere Lokalnachrichten

 

Begegnung im Zeichen des Glaubens

17-Jährige gestehen Straftaten

Shishas am Siegufer verboten

Hund mit Pfefferspray attackiert

„Winnetou I“ in Elspe

Hagel verursachte Schäden

Aktuelle Fotostrecken

Wallfahrt nach Marienstatt

Siegener Stadtfest

Stünzelfest und Kreistierschau 2017

Historischer Markt rund um die Ginsburg

- Anzeige -

Sportnachrichten

 

TuS Ferndorf landet im Westen

Gemeinschaft steht im Fokus

Volentics vor dem Abschied

„Spektakel“ trotz Großbaustelle

Aktuelle Videos

Bauernhof brannte nieder

Brand in Obdachlosenheim

Unfall auf der HTS

Brand in Wahlbach

Kulturnachrichten

 

Siegener feierten DSDS-Stars

2500 Fans bei „Freak Valley“

Goldener Monaco verliehen

Benefizkonzert für Marienhospiz