Lokales
09.11.2017 08:20
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Der Vorfall hatte sich auf dem Hof der Attendorner JVA zugetragen. Archivbild: mari
Der Vorfall hatte sich auf dem Hof der Attendorner JVA zugetragen. Archivbild: mari

Angeklagter war im offenen Vollzug

Katze in der JVA gequält 

soph - Der offene Vollzug ist wohl die wichtigste Stufe im Prozess der Resozialisierung: Ein Strafgefangener verlässt morgens die Justizvollzugsanstalt (JVA), geht zur Arbeit und kommt anschließend wieder zurück. Das Wochenende verbringt er wenn möglich bei seiner Familie. Auch von Frank L. (Namen geändert) waren keine weiteren Straftaten zu erwarten, sodass der 43-Jährige einen Teil seiner 16-monatigen Haftstrafe in der JVA Attendorn im offenen Vollzug verbringen durfte. Bis zum Mai diesen Jahres, als er gegenüber einer Katze ein Verhalten an den Tag gelegt hat, weswegen es für ihn nicht nur zurück in den geschlossenen Vollzug ging, sondern er sich zudem vor dem Olper Amtsgericht verantworten musste.

Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes

Der Vorwurf: Frank L. soll gegen Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes verstoßen haben. Demnach hat eine Freiheits- oder Geldstrafe derjenige zu erwarten, der einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt. Und genau das, so die Überzeugung von Richter Markus Gerndorf und der Vertreterin der Staatsanwaltschaft, hatte sich Frank L. zuschulden kommen lassen.

Was war der Katze wirklich zugestoßen?

Was geschehen war, schilderte der Angeklagte ein wenig anders als der einzige Zeuge anschließend: Demnach habe er, so Frank L., die Katze einer JVA-Angestellten, die auf dem Gelände der Anstalt unterwegs ist und sich mit einigen Insassen angefreundet hat, im Hof der Einrichtung am Nackenfell in die Luft gehoben und eine Zeit lang so festgehalten. Sein damaliger Mit-Insasse und Zeuge in der Verhandlung, Alex N., hatte die Situation aber deutlich heftiger in Erinnerung: Frank L. habe die Katze zusätzlich noch geschlagen und dann ca. zwei Meter weit durch die Luft geworfen. Dort sei sie zwar auf allen Vieren gelandet und offensichtlich unverletzt geblieben, sie hätte sich allerdings anschließend mehrere Wochen lang nicht mehr auf dem Hof blicken lassen. Mittlerweile sei sie aber wieder da.

Das Urteil

An deren Ende forderte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft 60 Tagessätze à 15 Euro als Strafe festzulegen, dem Richter Markus Gerndorf nachkam. Das Urteil ist rechtskräftig.

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