Lokales
26.03.2015 13:01
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Dieses Kruzifix in Gernsdorf soll nach dem Willen von juwi weichen. Foto: Dirk Manderbach
Dieses Kruzifix in Gernsdorf soll nach dem Willen von juwi weichen. Foto: Dirk Manderbach

Rat Wilnsdorf

Kruzifix muss Windkraft weichen

dima - Trotz finanzieller Angebote von bis zu 10.000 Euro wollen die Gernsdorfer ihre Grundstücke am Rand des Weges zur Baustelle im hessischen Dillbrecht nicht für den Transport von drei Windkrafträdern zur Verfügung stellen.

Schuppler: juwi hat das Recht, das Kruzifix abzubauen

Bürgermeisterin Christa Schuppler beantwortete eine entsprechende Anfrage der Ratsmitglieder Andreas Klein und Horst Dieter Schmidt von der Fraktion Bürger für Wilnsdorf und FDP. Dabei betonte die Verwaltungschefin, dass die Gemeinde dem Windkraftbetreiber die Nutzung des gemeindeeigenen Weges nicht versagen darf. Man müsse auch das Befahren mit überdimensionalen Fahrzeugen dulden. Sogar die Inanspruchnahme des Holzkreuzes dürfe die Gemeinde nicht untersagen. Der Windkraftbetreiber habe erklärt, dass die auf der Wegeparzelle stehende Gedenkstätte im Rahmen der Wegebenutzung für die Transportarbeiten abgebaut werden müsse und die Fläche den Anforderungen des Transportes gemäß ausgebaut werden müsse. Das bedeute, dass der Hügel im Bereich des Kruzifixes zum Teil abgetragen werde. Die Bereitstellung des Weges habe der Hauptausschuss im Dezember beschlossen. Nach der Mitteilung des juwi- Planungsbüros habe sie versucht, eine möglichst verträgliche Zuwegung zu finden. Die Gemeinde verfolge keine Interessen im Zusammenhang mit der Aufstellung der Windkraftanlagen. Klein und Schmidt hätten dem SZ-Leser suggeriert, dass die Bürgermeisterin fremde Interessen vertreten habe und Angebote gemacht habe, ohne dazu legitimiert zu sein. „Die Unterstellung weise ich von mir und verbitte mir ausdrücklich weitere solcher Mutmaßungen wider besseres Wissen“, so Christa Schuppler. Zur Vermeidung der Demontage des Holzkreuzes seien die Möglichkeiten einer Eigentumsregulierung zwischen Gemeinde und Privateigentümer ausgelotet worden. Wäre der Tausch zustande gekommen, hätte der Investor die Kosten übernommen. Diese Möglichkeit scheide jetzt jedoch aus, da der Anwohner kein Interesse habe.

„Ich wünsche Ihnen viel Glück, das der Bevölkerung beizubringen“

Johannes Müller von der Bürgerinitiative „Erhaltet die Kalteiche“ meldete sich in der anschließenden Fragestunde zu diesem Thema zu Wort. Christliche Werte müssten hier offensichtlich der Windkraft weichen, so Müller. „Dann kommen die Hessen mit Windrädern und wir bauen die Kreuze ab. Wo sind wir denn?“ Johannes Müller in Richtung Bürgermeisterin: „Ich wünsche Ihnen viel Glück, das der Bevölkerung beizubringen.“

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