Lokales
29.09.2017 12:33
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 Anfang des nächsten Jahres sollen die ersten 34 Alleebäume gefällt werden. Die anderen Bäume bekommen noch eine Gnadenfrist: Für sie wird’s eng, wenn der eigentliche Straßenausbau beginnt. Foto: damo

Anfang des nächsten Jahres sollen die ersten 34 Alleebäume gefällt werden. Die anderen Bäume bekommen noch eine Gnadenfrist: Für sie wird’s eng, wenn der eigentliche Straßenausbau beginnt. Foto: damo

Gnadenfrist für die Alleebäume

L 278: Im Januar geht’s los

damo - Der 30. September ist der letzte Tag, an dem Bäume sich ziemlich sicher sein können, dass an ihrem Fuß keine Kettensäge angesetzt wird: Im Sommer lässt das Naturschutzgesetz nur in begründeten Ausnahmefällen zu, dass Bäume gefällt werden. Ab dem 1. Oktober gelten dann andere Spielregeln. Aber das heißt nicht, dass an der L 278 zwischen Steeg und Morsbach der Einsatz der Motorsägen unmittelbar bevorsteht.

Denn nach aktuellem Stand geht der Landesbetrieb Mobilität davon aus, wohl erst Anfang des neuen Jahrs mit dem Fällen der Alleebäume zu beginnen. Zwar steht laut dem Chef des Landesbetriebs Mobilität, Lutz Nink, mittlerweile fest, welche der mehr als 150 Bäume in dieser Rodungsperiode gefällt werden: „Es geht um 34 Bäume, die ganz nahe am Straßenrand stehen.“ Nink spricht in diesem Kontext von einer „Sofortmaßnahme“: Der LBM will kurzfristig an den Stellen eingreifen, wo er ein deutliches Sicherheitsrisiko sieht.

Aber auch für diese Fällung wird eine Ausgleichsmaßnahme nötig, erklärt Nink – die aber noch nicht in trockenen Tüchern ist. Derzeit wartet der LBM auf grünes Licht aus der Kreisverwaltung. Der Plan des LBM jedenfalls sieht vor, dass 75 neue Bäume gepflanzt werden. Teils sollen damit Lücken in der jetzigen Baumreihe südlich der Straße geschlossen werden; einige Bäume sollen aber auch eine neue Reihe auf der Nordseite bilden – wohlgemerkt deutlich nach hinten versetzt. Denn die Sofortmaßnahme ist nur der erste Schritt. Denn nach wie vor hält der LBM an den Ausbauplänen für die L 278 fest. Außer Frage steht, dass die Straße deutlich breiter werden soll – denn gerade der Schwerlastverkehr bereitet den Straßenplanern Sorgen. Und so liegt auf der Hand, dass dann nicht mehr nur von 34 Bäumen die Rede sein wird: „Im zweiten Schritt werden wohl noch einige Bäume mehr wegmüssen“, stellt Nink klar.

Der Ausbau der L 278 wirft bereits seine Schatten voraus. So seien die Vermessungsarbeiten schon erledigt, und auch die eigentliche Ausbauplanung habe begonnen.

Bis die Bagger anrollen, wird aber noch einige Zeit vergehen. Allein für ein Planfeststellungsverfahren, also den Weg zum Baurecht, müsse man mindestens ein Jahr rechnen – und umso länger, je größer der Widerstand ist. Und der wird kommen: „In diesem Fall rechne ich mit Eingaben von Verbänden“, sagt Nink mit Verweis auf die teils erbitterten Diskussionen, die bereits im Frühling geführt worden sind.

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