Lokales
19.03.2017 18:30
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 Zahlreiche Wittgensteiner machten am Wochenende von der Gelegenheit Gebrauch, sich in eines der bereitliegenden Kondolenzbücher einzutragen. Foto: Martin Völkel

Zahlreiche Wittgensteiner machten am Wochenende von der Gelegenheit Gebrauch, sich in eines der bereitliegenden Kondolenzbücher einzutragen. Foto: Martin Völkel

Viele Eintragungen in die Kondolenzbücher

Letzte Ehre für Prinz Richard

vö - Wie eng sich viele Wittgensteiner mit Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg verbunden fühlten, wurde am Wochenende in Bad Berleburg mehr als deutlich: Denn die Möglichkeit, sich in der Schlosskapelle persönlich vom am Montag im Alter von 82 Jahren verstorbenen Chef des traditionsreichen Adelshauses zu verabschieden, wurde sehr rege angenommen – trotz des miserablen Wetters mit Regen und Wind am Samstag und Sonntag.

Ununterbrochen waren Menschen über den Berleburger Schlosshof auf dem Weg zur Kapelle zu sehen, wo der Sarg des Ideengebers des Wittgensteiner Wisent-Projektes unter einer Flagge aufgebahrt war. Mal waren es Einzelpersonen, aber auch Familien oder Gruppen. Dass auch große Abordnungen der Schützenvereine Berleburg und Berghausen sowie der Freiwilligen Feuerwehr zu den Trauergästen gehörten, unterstreicht die Tatsache, dass sich Prinz Richard stets bürgernah und interessiert am Leben in seiner Heimatstadt zeigte. Viele Menschen nutzten zudem die Gelegenheit, einen letzten Gruß in einem der bereit liegenden Kondolenzbücher zu verewigen.

Unterdessen laufen in Bad Berleburg die Vorbereitungen für die Trauerfeier am Dienstag. Derzeit geht man im Berleburger Schloss von mehreren hundert Gästen aus zahlreichen Ländern aus, die Prinz Richard auf seinem letzten Weg begleiten werden. In der Schloßstraße gilt morgen ein beidseitiges Halteverbot, die entsprechende Beschilderung durch die Stadt Bad Berleburg wurde bereits angebracht. Um 8.45 Uhr trifft sich der enge Kreis der Familie in der Schlosskapelle. Um 9 Uhr wird der Sarg dann von sechs uniformierten Trägern aus der Kapelle über den Schlosshof getragen und in ein am anderen Ende des Schlosshofes wartendes Fahrzeug gebracht. Auch die Zeremonie wird von Mitgliedern der Schützenvereine aus Berleburg und Berghausen begleitet: Prinz Richard gehörte beiden Vereinen als Ehrenmitglied an.

Danach wird der Sarg im Schritttempo zur nahe gelegenen Stadtkirche gefahren und in das Gotteshaus überführt. Wichtig: Die Kirche ist zu diesem Anlass nicht öffentlich zugänglich. Der Gottesdienst beginnt am Dienstag um 14 Uhr, die Kirche ist ab 12.30 Uhr geöffnet. Die Familie des Verstorbenen und die geladenen Trauergäste begeben sich um 13.30 Uhr entweder zu Fuß oder zum Teil in Fahrzeugen vom Schloss zur Kirche. Der Gottesdienst steht auch anderen Trauergästen offen, wobei dies eindeutig von der Kapazität der Kirche abhängig ist, die etwa 500 Menschen Platz bietet. Die Familie bittet um Verständnis, dass vermutlich der gesamte untere Kirchenraum für geladene Gäste reserviert ist. Freie Plätze könnten – wenn überhaupt – auf der Empore zur Verfügung stehen.

Auch in der Kirche ist das Filmen und Fotografieren nicht gestattet. Daran hielten sich die Trauergäste am vergangenen Wochenende aus Respekt vor dem Toten und seiner Familie – und das sollte auch morgen möglich sein.

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