Sport
06.01.2017 20:10
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Glücksgefühle: Die Brachbacherin Jacqueline Lölling bejubelte in Altenberg den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Foto: dpa
Glücksgefühle: Die Brachbacherin Jacqueline Lölling bejubelte in Altenberg den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Foto: dpa
Skeleton-Weltcup

Lölling sorgt für Paukenschlag!

ubau -  Jacqueline Lölling hat beim Skeleton-Weltcup im sächsischen Altenberg für einen echten Paukenschlag gesorgt. Die Brachbacherin sicherte sich am Freitag in beeindruckender Manier den Sieg – und das war nicht nur der erste deutsche Triumph in diesem Winter, sondern Löllings erster Weltcup-Erfolg ihrer Karriere überhaupt. Lange hatte die 21-Jährige diesen Moment herbeigesehnt. Seit gestern weiß sie, wie er sich anfühlt: großartig!

„Das fühlt sich sehr gut an“

Klar, dass die Freude der heimischen Skeletonfahrerin nach dem Triumph keine Grenzen kannte. Ausgelassen bejubelte Lölling mit ihren 15 mitgereisten Fans aus dem Siegerland den Sieg auf einer der anspruchsvollsten Kunsteisbahnen der Welt. „Das fühlt sich sehr gut an, endlich einen Weltcup-Sieg eingefahren zu haben. Ich bin sehr erleichtert, dass ich es nun geschafft habe. Ganz vorne zu stehen ist schon etwas anderes, vor allem auch deshalb, weil ich schon häufig dicht an einem Sieg dran war“, berichtete eine glückliche „Jacka“ im SZ-Gespräch. 

Bestzeit in beiden Läufen für „Jacka“

Die Brachbacherin fuhr in beiden Läufen Bestzeit. Im ersten Durchgang sauste die Sportlerin aus dem AK-Land nach 58,58 Sekunden ins Ziel, im zweiten Lauf benötigte sie 58,59 Sekunden. Mit ihrer Gesamtzeit von 1:57,17 Minuten hatte die für die RSG Hochsauerland aktive Skeletonpilotin am Ende 44 Hundertstelsekunden Vorsprung auf Tina Hermann (1:57,61), die den deutschen Doppelsieg in Altenberg perfekt machte. Dritte wurde Janine Flock aus Österreich (1:57,71), sie war 54 „Hundertstel“ langsamer als Lölling, deren Teamkollegin Anna Fernstädt sich Platz 4 sicherte (1:58,17).

Top-Wert von 117,87 km/h!

„Im Training lief es schon ganz gut für mich“, so Lölling, „daher hatte ich mir insgeheim erhofft, vorne angreifen zu können.“ Und ihr Gefühl sollte sie nicht trügen. Denn das, was sie im Wettkampf bei ihren beiden Hochgeschwindigkeitsfahrten mit einem Top-Wert von 117,87 km/h (!) aufs Eis „zauberte“, war Extra-Klasse. „Ich hatte die Aufregung ganz gut im Griff. Mir ist es in beiden Läufen gelungen, ruhig und locker zu bleiben. Ich habe mich auf mein Gefühl verlassen, keine Linie erzwungen und wenig Lenkbewegungen gemacht. Das waren Schlüssel zum Erfolg“, konstatierte Lölling, die – wie üblich – nach durchwachsenen Startzeiten (in beiden Läufen nur 20.) fortan richtig Fahrt aufnahm und jeweils das Feld von hinten aufrollte.

Lölling übernimmt Führung im Gesamt-Weltcup

Ganz „nebenbei“ übernahm die Vize-Weltmeisterin von 2015 mit ihrem Triumph im Erzgebirge die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung. Bislang standen für sie ein 2. Platz in Whistler und Rang 5 in Lake Placid zu Buche. Mit nunmehr 619 Punkten führt sie das Tableau vor Janine Flock (Österreich, 561 Punkte), Lizzy Yarnold (Großbritannien) und Tina Hermann (Bischofswiesen, beide 554 Punkte) an. Diese Führung will Lölling in zwei Wochen bei ihrem „echten“ Heim-Weltcup in Winterberg natürlich verteidigen. Doch bis dahin ist noch Zeit. Gestern war nach ihrer Ankunft im heimatlichen Brachbach erst mal eine kleine Feier angesagt. Über das Wochenende heißt es dann: entspannen und Kräfte sammeln. Denn ab Montag geht’s zum Training nach Winterberg, wo Lölling dann auf ihrer „Hausbahn“ für den nächsten Paukenschlag sorgen möchte...

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