Lokales
10.01.2017 09:40
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 Die Mitglieder des SC Oberes Johannland sind verärgert: Die Loipe, die von Hainchen bis nach Heiligenborn und von dort wieder zurück führt, ist zerstört worden. Foto: privat

Die Mitglieder des SC Oberes Johannland sind verärgert: Die Loipe, die von Hainchen bis nach Heiligenborn und von dort wieder zurück führt, ist zerstört worden. Foto: privat

Vereine sind sauer

Loipe in Heiligenborn zerstört

wette - Loipen gibt es in der Region nicht viele. Abgesehen von denen im Wittgensteiner Raum stehen auf Siegerländer Seite gerade mal die am Giller und die auf der Haincher Höhe zur Verfügung. Für sie verantwortlich zeichnen der SV Lützel beziehungsweise der SC Oberes Johannland. Das Spuren der Loipen ist zum Teil mit großem Aufwand verbunden. Um so ärgerlicher ist es dann, wenn, wie jetzt geschehen, diese auch noch mutwillig zerstört werden.

Loipenwarte spuren ehrenamtlich

Es muss Freitagnachmittag gewesen sein, als ein Unbekannter mit seinem Trecker im Bereich Heiligenborn die Loipe zerstörte. Heiligenborn – der Stadtteil von Bad Laasphe – liegt zwar einige Kilometer von Netphen entfernt, doch der heimische Ski-Club war trotzdem alles andere als begeistert von der unerwünschten Treckerfahrt, die im Schnee deutliche Spuren hinterlassen hat. Die Netphener kümmern sich nämlich gemeinsam mit den Skivereinen Oberes Banfetal und Rittershausen im Loipenverbund um die 15-Kilometer-Loipe, die von der Haincher Höhe über den Jagdberg Richtung Heiligenborn und von dort wieder zurück führt. Abwechselnd wird die Strecke von den ehrenamtlichen Loipenwarten der drei Vereine gespurt.

Vereine sind sauer

„Die anfallenden Kosten müssen die Vereine bezahlen“, ärgerte sich gestern Jochen Niemand, der früher selbst für den SC Oberes Johannland als Loipenwart aktiv war und sich nun im Stadtsportverband Netphen engagiert. „Die Vereine sind stinksauer darüber. Würde man ein Unternehmen die Loipen spuren lassen, wäre das jetzt ein Schaden von über 1000 Euro.“ Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass die ehrenamtliche Arbeit der Loipenwarte mit Trecker oder Geländewagen zunichte gemacht wurde. Mutwillig. „Das kam in der Vergangenheit schon öfter vor.“

Schwere Sachbeschädigung

Zwar glaube er zu wissen, wer die Loipe nicht haben wolle und sie daher auch immer mal wieder zerstöre. Von einer Anzeige aber sähen die Vereine, in deren Namen Jochen Niemand gestern sprach, auch diesmal wieder ab. Und das, obwohl es sich um eine Straftat handelt, wie er weiter erklärte. „Dazu gibt es ein Urteil des Bundesgerichtshofs aus den 1970er-Jahren. Loipen sind eine Sache und somit sportliche Einrichtungen, die nicht zerstört werden dürfen. Wer sie zerstört, begeht schwere Sachbeschädigung.“

Mehr Achtsamkeit

Die 15-Kilometer-Loipe sei vom Lahn-Dill-Kreis, dem Kreis Siegen-Wittgenstein und den Forstbehörden genehmigt worden. Im Namen der Skivereine appellierte Jochen Niemand daher, achtsamer und rücksichtsvoller mit den ohnehin nur wenigen Loipen, die es im Siegerland gibt, umzugehen. Und dieser Appell richtete sich an alle: „Wenn wir schon mal Schnee haben, dann muss man doch nicht noch mit dem Trecker oder Geländewagen die Loipe zerstören.“

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