Lokales
16.02.2017 07:17
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 Wenn notwendig, soll – aufgrund des Alters der insgesamt 32 Anlagen auf Siegener Stadtgebiet – die Erneuerung des Parkleitsystems in Erwägung gezogen werden. Foto: kalle

Wenn notwendig, soll – aufgrund des Alters der insgesamt 32 Anlagen auf Siegener Stadtgebiet – die Erneuerung des Parkleitsystems in Erwägung gezogen werden. Foto: kalle

Jamaika-Forderung in Siegen

Mehr Autos in die Parkhäuser

ch - Mit einem Arbeitsauftrag gehen die Siegener Fraktionen von CDU, Grünen und Liberalen in die Ratssitzung in der kommenden Woche: Die Jamaika-Fraktionen wollen per Antrag erreichen, dass die Verwaltung das auf Eis gelegte Parkraumwirtschaftskonzept der Krönchenstadt auftaut und fortschreibt. Die Kommunalpolitik möchte auf lange Sicht vor allem den sog. Parksuchverkehr in der Innenstadt reduzieren. Die Fahrt „um den Block“ auf der Suche nach der freien Lücke mindere die Luftqualität und steigere die Lärmbelastung. Um zugleich auch die Aufenthaltsqualität im zentralen, viel befahrenen Quartier steigern zu können, sollen die Besucher Siegens mit ihren Autos am besten direkt in die sechs innerstädtischen Parkhäuser gelotst werden, meint Schwarz-Grün-Gelb – ohne den Kunden von Einzelhandel oder Gastronomie die Möglichkeit des Kurzzeitparkens nehmen zu wollen.

Kurzparken soll kostenlos bleiben

Bereits zum Jahresbeginn 2016 sollte das Parkraumwirtschaftskonzept der Großstadt greifen; der erste Vorstoß des Rathauses in Form einer Verwaltungsvorlage – ursprünglich ebenfalls von der Jamaika-Koalition initiiert – war im Herbst 2015 von der Politik in der Luft zerrissen und dann eben eingefroren worden. Anderthalb Jahre später soll es endlich weitergehen. In vier Gebieten – rund um den Hauptbahnhof, in der Oberstadt, entlang der Frankfurter Straße bzw. der St.-Johann-Straße und im Bereich Kaisergarten – sollen künftig Parkscheinautomaten aufgestellt werden. Das Areal Hammerhütte bzw. Siegerlandhalle, einst in den städtischen Bewirtschaftungsplänen vorgesehen, bleibt nunmehr außen vor; die Tiergartenstraße zwischen Freudenberger Straße und Blauwunderstraße kommt neu in Betracht und soll in die Bewirtschaftung aufgenommen werden. Dabei geht es nicht nur um das Aufstellen neuer Automaten, sondern auch um die Überarbeitung der Parkgebühren. So soll das Kurzparken – maximal eine halbe Stunde lang – im gesamten öffentlichen Raum der Innenstadt weiterhin kostenlos bleiben. Genug Zeit also für den berühmten Brötchenkauf, nach dem an den Automaten sogar eine Taste benannte worden ist. Auch die Inhaber von Anwohnerausweisen sollen, wenn sie in „ihren“ Zonen parken, nicht zur Kasse gebeten werden.

Langzeit-Parker sollen in die Parkhäuser gelockt werden

Wer hingegen in der Innenstadt etwas länger, höchstens aber eine Stunde parken möchte, soll „spürbar mehr“ zahlen als im naheliegenden Parkhaus. Zugleich fordert des Fraktionen-Trio zweierlei: Um aus ihrer Sicht die Akzeptanz der Parkhäuser zu erhöhen, „müssen diese einwandfrei funktionieren“. Rüdiger Heupel (CDU), Michael Groß (Grüne) und Klaus Walter (FDP) in ihrem Antrag: „Die Verwaltung wird beauftragt, mit der KEG (Kommunale Entwicklungsgesellschaft Siegen, eine städtische Tochter) dafür Sorge zu tragen, dass die Parkhäuser für die Besucher unserer Stadt attraktiver werden“ – eine interessante Forderung mit Blick auf die Tatsache, dass mit der millionenschweren Sanierung des Parkhauses am Löhrtor das letzte der fünf KEG-Parkhäuser gerade auf Vordermann gebracht wird. Und: Jamaika möchte durchsetzen, dass das Parkleitsystem zu und in den Parkhäusern verbessert wird. Wenn notwendig, soll – aufgrund des Alters der 32 Anlagen auf Siegener Stadtgebiet – die Erneuerung des Systems in Erwägung gezogen werden.

Parkleitsystem soll erneuert werden

In der Tat: Das Siegener Parkleitsystem wurde zwischen den Jahren 1994 und 2002 in drei Bauabschnitten errichtet. Im ersten Abschnitt wurden der zentrale Steuerungsrechner, 15 sogenannte dynamische Tafeln mit Hinweisen auf die Parkhäuser und verschiedene Blechtafeln aufgestellt. Immer wieder sind in der jüngeren Vergangenheit an verschiedenen Schilderstandorten vor allem des ersten Abschnittes nacheinander wichtige Bauteile ausgefallen. Diese Baugruppen wurden in kleiner Stückzahl exklusiv für das Parkleitsystem der Krönchenstadt entwickelt und hergestellt. Ersatzzeile für diese defekten Bauteile waren und sind nicht mehr verfügbar, sie mussten und müssen als Einzelteile individuell gefertigt. Im Jahr 2012, kurz vor dem Weihnachtsgeschäft, dann der letzte GAU: Der zentrale Steuerungsrechner fiel aus, nichts ging mehr.

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