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16.01.2016 22:14
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Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Mudersbach. Foto: Archiv
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Mudersbach. Foto: Archiv
Schwerer Verdacht in Mudersbach

Missbrauch durch Flüchtling?

thor - Gegen einen asylsuchenden Mann aus Syrien, der derzeit in Mudersbach untergebracht ist, sind schwere Vorwürfe erhoben worden. Er soll einen zwölfjährigen Jungen aus dem Ort in seine Wohnung gelockt und sexuell missbraucht haben. Das berichtete am Samstag Ortsbürgermeister Maik Köhler gegenüber der Siegener Zeitung. Am Nachmittag hatten sich ihm die Eltern des Jungen anvertraut, nachdem sie Mitte der Woche bei der Polizei in Betzdorf Anzeige erstattet hatten. Das wurde am späten Samstagabend der SZ von Kripo-Chef Franz Orthen bestätigt. Man habe einen Tatverdächtigen identifizieren können, die Staatsanwaltschaft Koblenz habe die Ermittlungen übernommen, es gehe um den sexuellen Missbrauch eines Kindes. Eine Untersuchungshaft  sei erst einmal nicht in Frage gekommen.

Nach den Schilderungen von Köhler wurde der Junge auf der Straße von dem Mann angesprochen. Dabei habe er sich das Vertrauen des Kindes erschleichen können, sodass der Zwölfjährige mit in seine Wohnung gekommen sei. Dort bzw. im Keller des Haues soll es zu einem “sexuellen Missbrauch im Sinne des § 176 Abs. 4 StGB“ gekommen sein, berichtete der Ortsbürgermeister, der selbst Polizist ist.

Köhler: „Die Eltern machen sich Sorgen, dass auch andere Kinder Opfer werden könnten, da ein Spielplatz und eine Bushaltestelle unmittelbar an die Wohnung des Täters angrenzen.“ Er persönlich schätze die Schilderungen der Mudersbacher Eltern als glaubhaft ein. Sie hätten ihm gegenüber angegeben,  dass sie sich Vorwürfe machen würden, wenn die Öffentlichkeit nicht informiert und ein weiteres Kind Opfer würde. 

Das sieht Köhler genauso: „Diese Sache kann ich nicht bei mir behalten.“  Noch am Nachmittag habe er die Polizei Betzdorf per E-Mail angeschrieben und  darum gebeten, die Öffentlichkeit zu informieren und vollkommene Transparenz herzustellen: „Persönlich bin ich fassungslos über das Tatgeschehen.  Um das Vertrauen in den Rechtsstaat nicht zu verlieren, ist es unverzichtbar, dass solche Täter - unabhängig ihrer Herkunft - auch tatsächlich die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.“

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