Sport
17.08.2017 18:55
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Ein Siegerländer im Trikot einer US-Amerikanischen Faustball-Auswahl: Der Vormwalder Philipp Müller präsentiert das Dress von „Fistivus Fury“. Foto: privat
Ein Siegerländer im Trikot einer US-Amerikanischen Faustball-Auswahl: Der Vormwalder Philipp Müller präsentiert das Dress von „Fistivus Fury“. Foto: privat

Internationaler Faustball-Einsatz

Mit „Fistivus Fury“ in die Schweiz

cs - Trotz der jüngsten Erfolge der heimischen Faustballer – die Siegener Zeitung berichtete über den Aufstieg in die 2. Bundesliga des TuS Dahlbruch – fristet der Faustball auch in der heimischen Region weiter sein Dasein als Randsportart. Dabei halten nach und nach durchaus professionelle Züge Einzug in den Sport – auch auf internationaler Ebene. Da ist es umso erfreulicher, dass in der gänzlich neu gestalteten und organisierten World Tour (siehe Extra-Kasten) auch ein heimischer Akteur mitmischt. Der Hilchenbacher Philipp Müller, der mittlerweile seine vierte Saison für den Erstligisten TSV Hagen bestreitet, verstärkte jetzt im schweizerischen Jona die US-Amerikanische Auswahl, die unter dem Namen „Fistivus Fury“ antrat. 

Kontaktaufnahme via Facebook

Den Kontakt zu den Amerikanern stellte Müller via Facebook über Alwin Oberkersch her. Oberkersch ist als Präsidiumsmitglied im Faustballweltverband tätig und wollte dem Team „Fistivus Fury“ drei Spieler auf „ordentlichem nationalen Niveau“ vermitteln. „Weil mein Mannschaftskollege Ole Schachtsiek das Turnier in Jona als Nominierungslehrgang für die U-21-EM spielte, bin ich kurzerhand mit ihm zusammen in die Schweiz geflogen“, berichtete Müller der SZ. „Es ist eine Ehre, beim Oberseemaster in der Elite antreten zu dürfen.“

90 Mannschaften trugen 363 Matches aus

In der Tat wurde das Oberseemaster in Jona zum 53. Male ausgetragen und gilt als das größte und eines der besten Turniere der Welt – 90 Mannschaften traten auf 14 Spielfeldern gegeneinander an und boten den Zuschauern so 363 spannende und hochklassige Faustball-Partien. Folgerichtig wurde es in die höchste Kategorie (1000er-Turnier) der neuen World Tour eingeteilt und gewann so noch einmal an Bedeutung hinzu. 

„Fistivus Fury“ holte mit Müller die ersten Siege

Für „Fistivus Fury“ hingen die Trauben in der Schweiz trotz der Verstärkung von Philipp Müller indes deutlich zu hoch. Mit nur zwei Punkten schied das Team in der Vorrunde aus und belegte in der Endabrechnung Rang 32, feierte aber die ersten beiden Siege einer US-Auswahl in einem europäischen Eliteturnier. „Dazu muss man wissen, dass die Amerikaner erst seit rund zehn Jahren überhaupt Faustball spielen und noch mitten in der Entwicklung stecken“, ordnete Müller das Abschneiden der Mannschaft ein – und geriet bei seinem persönlichen Fazit des Turniers regelrecht ins Schwärmen. „Per Flug anzureisen um ein so großes und stark besetztes Turnier mit Faustballern aus den USA zu spielen, dass hat nach 22 Jahren Faustball richtig Gänsehaut hervorgerufen. Die Atmosphäre mit den vielen Faustballfreunden direkt am Zürichsee mit den Alpen im Hintergrund hat dann den Rest zu einem unvergesslichen Wochenende beigetragen“, so der 26-jährige Lehramtsstudent der Universität Siegen. 

Der Fokus liegt zunächst auf den nationalen Aufgaben

Und wie geht es auf der internationalen Bühne nun weiter für den Siegerländer? „Die World Tour hat für uns Hagener aktuell einen eher untergeordneten Stellenwert“, räumt der Vormwalder ein. Der Fokus liege auf der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Hier stehen im Jahr 28 Bundesligaspiele und eine harte Vorbereitung für die Bundesliga-Faustballer an. „Viel Zeit für zusätzliche Turniere bleibt da nicht“, meint Müller zwar, sagt aber auch: „Wir werden immer wieder an Turnieren, die in der World Tour gelistet sind, teilnehmen, da diese dann in unsere Vorbereitung fallen. Durch die neu entstanden Kontakte in der Schweiz planen wir zudem, im Jahr 2018 an Turnieren der World Tour in den USA und Brasilien teilzunehmen.“ 

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