Lokales
18.03.2017 12:18
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 Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Rother zeichnete Renate Hahn, Monika Benfer, Stephan Hochdörffer, Kornelia Lenk und Eckhard Linke (v. l.) für ihr Engagement mit der Ehrennadel der Stadt Bad Laasphe aus. Foto: Timo Karl

Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Rother zeichnete Renate Hahn, Monika Benfer, Stephan Hochdörffer, Kornelia Lenk und Eckhard Linke (v. l.) für ihr Engagement mit der Ehrennadel der Stadt Bad Laasphe aus. Foto: Timo Karl

Stadt Bad Laasphe ehrte ehrenamtliche Kräfte

Mit Herz und Verstand aktiv

tika - Es sind Menschen, die den Alltag in all seinen Facetten lebenswert machen. Und gerade deshalb stand diese Gala ganz im Zeichen ihrer Verdienste. „Das Ehrenamt ist ein wichtiger Teil des Kitts, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Mit dieser Veranstaltung finden die Menschen, die sich für uns alle einsetzen, die Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht. Das Ehrenamt wird viel zu oft als selbstverständlich angesehen“, konstatierte Dieter Kuhli. Der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Bad Laasphe brachte die Botschaft des Freitagabends im Haus des Gastes in der Lahnstadt auf den Punkt.

Exakt fünf Ehrenamtler zeichnete die Stadt Bad Laasphe – neben dem Stadtsportverband, der Erhard Haßler und Rüdiger Frank vom SC Rückershausen ehrte (SZ berichtete aktuell) – für ihre großen sozialen, kulturellen, aber auch sportlichen Verdienste aus. Eine von ihnen war Monika Benfer. „Sie ist nicht immer bequem, sie spricht Probleme offen an – vor allem aber sucht Monika stets Lösungen, die uns weiterbringen und die nach vorne weisen“, betonte Dieter Kuhli, der die Laudatio für die Frau hielt, die seit vielen Jahren aktiv in der Kirchengemeinde, im CVJM sowie im Synodalvorstand des Kirchenkreises Wittgenstein mitwirkt. Ein bemerkenswertes Engagement, für das sie die Ehrennadel der Kommune erhielt.

Apropos bemerkenswert: Die Auszeichnungen für das Quintett an diesem Abend machten deutlich, wie uneigennützig ihre Arbeit ist – und gleichsam wertvoll für die Allgemeinheit. Ein Paradebeispiel dafür war Renate Hahn, die im Rahmen der Ehrenamtsgala ebenfalls in den Fokus rückte. „Es ist nie der Selbstzweck, der Renate antreibt, sondern der Austausch mit Menschen. Sie regt andere an, ihren Weg mitzugehen und sich zu engagieren“, erklärte Laudator Matthias Köhler.

Renate Hahn ist treibende Kraft in der Flüchtlingsinitiative, sie füllt den Begriff der Integration sprichwörtlich mit Leben – und wählt dabei einen von Kunst und Kultur geprägten Weg. Unter anderem war sie federführend an einem gemeinsamen Theaterprojekt für Menschen aus der Lahnstadt beteiligt, bei dem sie ganz bewusst Flüchtlinge einband. Ein wirksamer Weg, um Vorbehalte buchstäblich spielerisch abzubauen, damit alle Menschen in Bad Laasphe eine Heimat finden – gleichsam zu ihr selbst. „Renate gestaltet das öffentliche Leben aktiv mit und zeigt dabei klare Kante“, betonte Matthias Köhler. Ein facettenreiches Engagement, bei dem letztlich viele Faktoren das große Ganze ihres Wirkens ergeben.

Ähnlich aktiv war und ist Stephan Hochdörffer bereits seit seiner Jugendzeit. „Er hat sowohl den Sport als auch das Ehrenamt quasi in die Wiege gelegt bekommen, denn Stephan ist in einer sehr sportlichen Familie aufgewachsen“, wusste Jutta Winterhoff. Die Laudatorin zählte zahlreiche Aspekte des ehrenamtlichen Engagements des Lahnstädters auf: Trainer- und Schiedsrichtertätigkeit über Jahrzehnte im Basketballsport – neben seiner Tätigkeit als Spieler beim TV Laasphe, aber auch Vorstandsarbeit im Verein. Seit rund zwölf Jahren ist Stephan Hochdörffer zudem Vorsitzender des Fördervereins Wabachpark, der die Unterhaltung desselben aktiv unterstützt.

Es sind aktive Engagements mit Herz und Kopf, mit denen die Geehrten den Alltag auf vielfältige Weise gestalten und letztlich lebenswert machen. Optisch macht sich ein solcher Einsatz etwa in der Altstadt von Bad Laasphe bemerkbar. Und dafür erhielt Kornelia Lenk die Ehrennadel der Stadt Bad Laasphe. „Kornelia ist ein Vorbild dafür, wie Bürger sich ehrenamtlich für ihre Stadt einsetzen können“, erklärte Klaus-Werner Friedrich. Der Laudator wusste um den Wert der Arbeit, den Kornelia Lenk gemeinsam mit der Bürgeraktionsgemeinschaft „Schöne Altstadt“ an den Tag legt. „Das macht die Altstadt in all ihren Facetten lebenswert. Vieles wäre ohne Kornelia nicht denkbar“, erklärte Klaus-Werner Friedrich. Die Lahnstädterin ist unter anderem die Initiatorin für das Brunnenfest und hat sich maßgeblich für die Beleuchtung von Baudenkmälern eingesetzt. Auf Kornelia Lenk geht zudem die Idee eines Sternenkinderfriedhofs in Bad Laasphe zurück.

Äußerst ambivalent und gerade deshalb vielfältig engagiert ist auch Eckhard Linke. Er war 15 Jahre Vorsitzender der Kreisjugendspruchkammer des Fußball- und Leichtathletikverbandes, hat zudem selbst als Fußballer des VfB Banfe gespielt und ist – neben seinem sportlichen Einsatz auf Vereins- und Verbandsebene – Mitherausgeber der Zeitschrift Wittgenstein im Wittgensteiner Heimatverein.

„Eckhard ist ein Vorbild für das ehrenamtliche Engagement in Vereinen und Verbänden auf ganz verschiedenen Ebenen – in der Heimatforschung, im touristischen Bereich, aber auch im Sport“, betonte Laudator Dieter Wunderlich. Denn: Eckhard Linke ist zudem auch als Wanderführer im Rahmen von Aktionen der TKS Bad Laasphe aktiv und beweist viel Geschick in der jahrelangen Leitung des Heimatmuseums Banfetal.

Viel Zeit und Herzblut fließt in diese Tätigkeiten – und genau dafür erhielt das geehrte Quintett am Freitagabend nicht nur jeweils die Ehrennadel der Stadt, sondern auch den anerkennenden Applaus des Publikums im Bad Laaspher Haus des Gastes. Denn letztlich zollten die Gäste den Menschen ihren Respekt, die ihren Alltag erst lebenswert machen. Auf vielen Ebenen, in vielen Bereichen und auf vielfältige Art und Weise. Die Gala war daher ein würdiger und ebenso passender Rahmen, um ihre Verdienste auszuzeichnen.

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