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14.11.2017 08:15
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 Austausch und Diskussion: Um neue Ideen und den Blick Richtung Zukunft ging es bei der Jugendsynode des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein am Wochenende im Abenteuerdorf Wittgenstein. Foto: pet

Austausch und Diskussion: Um neue Ideen und den Blick Richtung Zukunft ging es bei der Jugendsynode des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein am Wochenende im Abenteuerdorf Wittgenstein. Foto: pet

Jugendsynode tagte in Wemlighausen 

Ohne Zuwachs keine Zukunft

pet - Innovation und Fortschritt: Eine wichtige Veranlagung des Menschen ist es, sich weiter entwickeln zu wollen. Um neue Ideen und den Blick Richtung Zukunft ging es auch bei der Jugendsynode des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein am vergangenen Wochenende im Abenteuerdorf Wittgenstein. Zahlreiche Diskussionen über verschiedene Themen entstanden in großer Runde.

Wofür dieser Aufwand? Es ging darum, gemeinsam neue Ideen zu sammeln und sich auszutauschen. Dazu durfte jede Gemeinde insgesamt drei Vertreter schicken. Zwei Jüngere und einen Älteren, die sich im Namen ihrer Kirchengemeinde für eine starke Zukunft einsetzten. Jedem einzelnen von diesen „Auserwählten“ lag die Zukunft der Jugendarbeit sehr am Herzen. Stellvertretend für die Kirchengemeinde Raumland betonte Simon Spies: „Wir wollen bis 2030 etwas bewegen.“

Generationenübergreifende Arbeit als Idee

Seit Freitagnachmittag tüftelten und grübelten die Jugendlichen. Am Sonntag wurden dann vorerst die Stifte beiseite gelegt. In Kleingruppen stellten die Jugendlichen ihre Ergebnisse vor. Die erste Überlegung: generationenübergreifende Arbeit. Bisher stehen zwei bis drei Tage im Jahr zur Verfügung, an denen sich Alt und Jung über den Glauben austauschen können. Unter anderem sind gleichzeitig stattfindende Strick- und Häkelkurse eine Möglichkeit, um die Generationen miteinander zu verbinden. Eine weitere Möglichkeit sind gemeinsame Freizeiten.

Als nächste Idee schlug Tobias Beitzel eine Sozialanalyse vor. Mit Hilfe von Fragebögen soll so eine Art Talentförderung entstehen. Das Ziel ist eine Datenbank, die es ermöglichen soll, auf Talente zuzugreifen, die gebraucht werden. „Zum Beispiel einen Gitarristen für ein Konzert.“ Außerdem soll die Datenbank auf einen Blick zeigen, wie welcher Mitarbeiter ausgebildet ist. Die Notwendigkeit bestimmter Schwerpunkt-Seminare wäre dadurch ganz einfach einzusehen. „Das wäre unsere Grundvorstellung von 2030“, so Tobias Beitzel.

„Jeder ist mit anderen Dingen vom Herrn gesegnet worden“

Aus der anschließenden gemeinsamen Diskussion ließ sich erkennen: Jeder findet diesen Gedankengang gut, doch der Datenschutz dürfe nicht zu kurz kommen. „Jeder von uns ist mit anderen Dingen vom Herrn gesegnet worden“, so der Presbyter Christian Bentele. Die individuellen Talente sollten gefördert werden, da waren sich die Jugendlichen allesamt einig.

Eine wichtige Frage für alle Teilnehmer war außerdem: Wie kann die Zahl der aktiven Mitglieder im Kirchenkreis erhöht werden? Ohne Zuwachs keine Zukunft. Deshalb möchten die Jugendlichen die Attraktivität der Gemeinschaft steigern. Gemeinsame Kinoabende wie „CineChurch“ war ein Vorschlag. Innovativ zeigte sich auch die nächste Idee: Das Kochbuch „Cheeses-Christ“ soll neben Rezepten einen Psalm oder eine Andacht beinhalten.

Aline Homrighausen hat sich hingegen gemeinsam mit ihrer Gruppe Gedanken über die Motivation von christlichen Jugendlichen gemacht. Glaube sei eine Kombination aus Miteinander, Spaß, Lichtblicken und Sinn. „Lichtblicke als etwas Positives im Alltag“, erklärte sie weiter. Denn der Glaube sei so viel mehr, als es sich für viele anfänglich anhöre.

„Vielen Dank für den Koffer, aber da passt noch mehr rein.“ Mit diesen Worten begrüßte Superintendent Stefan Berk die Jugendlichen. Symbolisch wurde für ihn ein Koffer aufgebaut, vollgepackt mit den Ideen und Diskussionsbeiträgen der Jugendsynode. Mit seiner Aussage wollte er verdeutlichen, dass die richtige Arbeit jetzt erst beginnt. Denn nun gehe es schließlich an die Umsetzung der Ideen und Vorschläge.

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